Unsterile Methoden für Shiitake?

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10 Jahre 7 Monate her - 10 Jahre 7 Monate her #1275 von stinkmorchel
Unsterile Methoden für Shiitake? wurde erstellt von stinkmorchel
Hallo Freunde!

Bin noch ganz neu in dieser Gemeinde, finde dieses kleine Forum bis jetzt GANZ TOLL
und habe gleich mal eine Frage: Kennt jemand eine Methode, Shiitake unsteril
auch auf etwas anderem als Holzstämmen anzusetzen?
Hintergrund: Habe noch ein paar Liter Körnerbrut, aber kein brauchbares Holz mehr.
Der All American kommt erst in 2 Wochen, aber die Brut ist schon älter, beimpft am 20.5.,
durchwachsen seit 25.6., seither gekühlt bei 5,7°C, Flasche noch ungeöffnet.
Würde es nicht auch mit pasteurisierten/fermentierten Spänen/Mehl gehen?
Stamets schreibt auch nur was über erste Erfolge mit "Trays wie bei der Champignon-Zucht" in Europa.
Nächste Frage: Kann man die Brut überhaupt noch verwenden?
Ich weiß, alles dusselige Anfängerfragen, aber hat jemand eine Idee?

Grüße aus dem Land der künftigen Fußballweltmeister....Ulli
Letzte Änderung: 10 Jahre 7 Monate her von stinkmorchel.

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10 Jahre 7 Monate her - 10 Jahre 7 Monate her #1276 von Soren
Ich würde sagen ja, ja und ja, insofern die Brut noch gut aussieht. Das kann ich von hier nicht berurteilen, aber meiner Erfahrung nach kann Roggenbrut im Kühlschrank 2 Monate durchaus vital bleiben. Das kommst stark auf den Pilz, das Brutmaterial usw. an.
Ich habe bei Shiitake schon Laubholzsägemehl/Strohpellets/Gips unsteril bzw. pasteurisiert Erfolg gehabt (Indoor).
Der Brutanteil sollte natürlich nicht zu klein sein, damit der Shii schneller ist als die Konkurrenten.
Achtung reines Stroh findet Shii glaube ich nicht so toll und Laubholzsägemehl schimmelt schneller als man denkt.

Achja, Shiitake mag das Substrat lieber etwas zu trocken als zu feucht meinem Gefühl nach. Ich glaube ich habe damals 1,2 Liter kochendes Wasser pro Kilo trockenes Substrat benutzt.
Aber ich bin selber eher Anfänger, die "alten Hasen" hier wissen es vielleicht besser ;)

Zuchterfolge: Pioppino, Shiitake, Kastanienseitling, Kräuterseitling, Flamingoseitling, Austernseitling, weißer Kultur-Champignon, Enoki
In der Mache: Verschiedene Stockschwämmchen, Limonenpilz, Nameko, Reishi, Braunkappe, Stipticus

Habe viel Pilzmaterial tauschfertig!
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10 Jahre 7 Monate her #1277 von pilz-kultur
pilz-kultur antwortete auf Aw: Unsterile Methoden für Shiitake?
Hallo Ulli ,



also bei der gekühlten Brut seh ich auch kein Problem ;) ........... meine Mutterkulturen , allerdings Substratbrut....bleiben bis zu 3 Jahre aktiv...je nach Pilzart !

Ein Problem seh ich aber mit der unsterilen Methode , dass kann funktionieren....muss aber nicht :huh: !

Die meisten hier sterilisieren ihre Substrate aus guten Grund....und selbst dabei ist man vor Ausfällen nicht gefeit :pinch: !

Gruß
Walter

We must be mushrooms , for they keep us in the dark and feed us dung :-) !
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10 Jahre 7 Monate her #1280 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Unsterile Methoden für Shiitake?
Hallo
Hier mal ein Link von Mycelia www.mycelia.be/en/hobby-spawn-and-substr...instructions-for-use
Schreiben kann ich dazu nichts weil ich es nicht ausprobiert habe.

Ich halte mir immer vor Augen das ich auch unsteril begonnen habe und auch so einige Erfolge damit hatte. Allerdings je länger eine Sorte braucht um das Substrat zu besiedeln und zu Reifen um so größer ist die Ausfallquote. Die unsterile Zucht ist eigentlich der Schritt den die meisten Hobbypilzzüchter zu erst gehen, die dabei bleiben werden früher oder später auch sterile Substrate herstellen.
Pasteurisierte Substrate sind heute noch in der Austernpilzzucht normal und aus Energiegründen wird das wohl auch so bleiben. Beim Shiitake sieht es schon etwas anders aus, meine unsterilen Blöcke hatten zwar nicht geschimmelt nur sie haben aber wenig Ertrag gebracht auch wenn man einen großen Brutanteil nimmt werden es nie solche Erträge wie sterile Substrate mit viel Energie (Kleie). Das wird daran liegen das der Shii eine lange Reifezeit hat und in der Zeit das Mycel schon viel von dem Lignin was im Substrat ist verbraucht hat.
Gruß Matthias
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10 Jahre 7 Monate her - 10 Jahre 7 Monate her #1282 von Soren
Achja, du könntest auch aus der Körnerbrut selber Impfdübel machen. Das ist nicht sehr schwer

In Baumärkten und bei Ebay etc. kann man wenn man etwas sucht Buchenholzdübel Kiloweise kaufen ohne dabei arm zu werden.
Die würde ich dann 1-2 Tage in Leitungswasser einweichen, Wasser abgießen und die Dübel in leere Marmeladen-Gläser etc. füllen, in die Deckel ein Loch machen und dieses dann Luftdurchlässig verschließen, z.B. mit Filzgleitern für Möbel, siehe kulturpilz.de/viewtopic.php?f=31&t=3294&hilit=filzgleiter

Dann die so verschlossenen Gläser für 30-45min in den Dampfdruckkochtopf, oder falls kein DDKT vorhanden einfach im normalen Kochtopf tyndalisieren (Google is your friend) oder evtl. reicht es mit etwas Glück auch schon ein einmaliges Bad für ca. eine Stunde in kochendem Wasser.
Dann die Gläser kurz aufmachen, Körnerbrut rein, etwas verteilen und warten! Sobald das Mycel eingwachsen ist wie gewohnt weiter verwenden!

Ich habe übrigens mit Steril angefanen und mich zu unsteril (altes Substrat und neues unsteriles Substrat) und halbsteril (sterile Körnerbrut/Impfdübel, Substrat unsteril) "hochgearbeitet". Ausfallqoute ist dadurch gestiegen, aber dafür sind manche meine Substratblöcke jetzt über 20kg schwer und nicht mehr nur 1-2kg. Hätte ich einen größen DDKT etc. , in den auch 5kg+ Substratblöcke reinpassen, würde das vermutlich aber auch wieder ganz anders aussehen, ist mir aber die Investition als reiner Hobbyzüchter viel zu hoch. Vielleicht lasse ich mir mal selber einen bauen aus einem Bierfass oder einer großen Butan-Gasflasche und einem gebrauchten kleinen DDKT ^^, da wäre man ab ~50€ dabei und hätte mehr Platz als in so machen 500€ Geräten,

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10 Jahre 7 Monate her #1283 von stinkmorchel
stinkmorchel antwortete auf Aw: Unsterile Methoden für Shiitake?
Hey, Leute, super! Vielen Dank!

Das der Shii vielleicht nicht sooo ideal ist für Anfänger merk ich langsam....
Die Fertigkulturen und auch die Brut von Rose, Limone und Piopino
waren einfacher zu handhaben, mich hat auch der komplett braune Block irritiert,
der nur 3 stark verwachsene Exemplare im 1.Flush brachte, sehr ledrig,
naja, kommen als Pulver mit ins nächste Gulasch....
Wollte eigentlich Eichen-oder Buchenholzpellets/Späne/Mehl zuerst fermentieren,
dann pasteurisieren, dann beimpfen...

Das hohe Risiko von Kontis bei der langen Laufzeit und der Tatsache,
daß ich im Wald wohne, wo der Trichoderma sowieso ständig lauert,
war mir nur so halbwegs bewußt.

Möchte mich deshalb lieber konzentrieren auf den Bau eines Flowhoods,
der soll in 14 Tagen fertig sein, dann kommt der All American, und dann
möchte ich wie folgt vorgehen:
mehrere Petris beimpfen mit einem Roggenkorn aus der Brut (GEHT DAS ÜBERHAUPT????)
so quasi als Testballon, Sicherungskopie, Studienmaterial und Übungsobjekt.
Wenn er noch lebt, den Rest der Brut 1 Tag aufwärmen und auf Beutel
mit sterilem Span,Mehl und Chips von Buche,Kleie +Gips vorm Flowhood beimpfen.

Hatte alle Fertigkultis + Brut von Breck aus der Lausitz, bin soweit ganz zufrieden,
vertraue drauf, daß auch in 2 Wochen noch alles lebt...
werde dann wohl beginnen mit Gläsern für die KS,
und pasteurisiertem Stroh für die Aupis, beide Bruten frisch am Start....
ooooh, ick freu mir schon.....

Beenden möchte ich meinen Sermon mit der nächsten Frage:
Schüttsubstrat von 50/50 Cocos und Perlite habe ich in größerer Menge,
allerdings einmal gebraucht in meiner Habanero-Kultur, leider besiedelt von einem
weißen Schimmel, der den Chillies aber nix tut.
FRAGE: Ließe sich sowas als Basis für ein Pilzsubstrat verwenden, natürlich gespült,
sterilisiert und vorher mit frischen und nahrhafteren Anteilen aufgemotzt?

Ich danke euch schon mal im Voraus, möchte nochmal betonen, daß ich mich hier
SEHR GUT aufgehoben fühle und wünsche euch einen schönen Abend/ Morgen!

Grüße aus der Nordheide/ BRD Ulli

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