Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1
  • 2

THEMA: Erzielbare Marktpreise?

Erzielbare Marktpreise? 08 Jan 2016 21:18 #6502

  • sandro
  • sandros Avatar
  • Offline
  • Zurück zur Natur
  • Beiträge: 20
  • Dank erhalten: 1
  • Karma: 0
Guten Abend Zusammen,

seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, mein Hobby im Nebenerwerb zu betreiben. Dazu habe ich einige Kalkulationen vorgenommen, damit mein Plan nicht in einem finanziellen Desaster endet. Allerdings basieren diese Berechnungen vor allem auf Annahmen und groben Schätzungen.

Mich würde interessieren, welcher durchschnittlicher Angebotspreis und welche Abnahmemengen sind realistisch, für folgende potenziellen Abnehmer?
  • Restaurants
  • Hotelrestaurants
  • Hofläden/Bioläden
  • Einzelhändler
  • Lebensmittelboxen
  • Marktstände
  • Großhandel
Anbieten möchte ich den Austernseitling.
Interessieren würden mich durchschnittliche Preise und Abnahmemengen für Pilze aus konventionellem Anbau als auch Bio-Pilze.
Ich rechne mit einer möglichen monatlichen Kapazität von ca. 50 kg im Monat. Großhandel schließt sich damit womöglich aus?
Habe ich vielleicht interessante potentielle Nachfrager in meiner Aufzählung vergessen?

Gibt es hier jemand, der aus der Praxis und aus persönlichen Erfahrungen berichten kann?

Mir ist bewusst, dass die Preise lokal erheblich differenzieren können. Wichtig für mich ist es überhaupt erst mal eine Vorstellung zu bekommen, was überhaupt einigermaßen realistisch sein könnte.

Gibt es eventuell hier auch andere Forenteilnehmer, die sich mit dem Gedanken tragen, Pilze im Neben- oder Haupterwerb anzubauen und zu vertreiben? Vielleicht könnte man eine Art virtuellen Stammtisch gründen, zum gemeinsamen Gedankenaustauch?

Viele Grüße aus dem hohen Norden Deutschlands.

Sandro
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Erzielbare Marktpreise? 10 Jan 2016 20:57 #6505

  • Okeanograf
  • Okeanografs Avatar
  • Offline
  • Beiträge: 41
  • Dank erhalten: 4
  • Karma: 0
Hallo Sandro,
tolle Idee, habe 2013 auch mit dem AS angefangen.
Wie wie hoch ist Dein Sitz im Norden ? ^^
Hast du eine Große Stadt in der Nähe ?
Großhandel gibt für eine 1,5 Kg. Kiste 6 Euro, sprich 4 Euro/Kg.
Und ich würde mich unter 6 Euro/Kg. schon versklaven.
Ich verkaufe an Wiederverkäufer für 7,5/Kg.
Werde mich nicht Bio zertifizieren lassen, braucht kein Mensch ^^
Meine Restaurants in Hannover nehmen 2-5 Kg/Woche (Ist ja kein Frankfurt ^^)
Hotels das selbe. Hofladen hab nur einen 1-2 Kg/Woche.
Einzelhändler wollen bei mir nicht (zu teuer).
Auf dem Markt kann man natürlich den höchsten Preis nehmen, da gehe ich bis 12 Euro/Kg.
Schöne Grüße
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
The following user(s) said Thank You: sandro

Erzielbare Marktpreise? 11 Jan 2016 08:00 #6507

  • sandro
  • sandros Avatar
  • Offline
  • Zurück zur Natur
  • Beiträge: 20
  • Dank erhalten: 1
  • Karma: 0
Hallo Okeanograf,

vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten.

Ich wohne zwischen Hamburg und Lübeck, jeweils 20-30 Autobahnminuten von beiden Städten entfernt. Das Absatzpotential sollte somit vorhanden sein. Wobei ich mir einen Nebenwerbsbetrieb aufbauen möchte und daher nicht in großen Dimensionen denke. Mein Zielgebiet ist daher die nähere Umgebung, die von Dörfern und Kleinstädten geprägt ist.

Ich habe befürchtet, dass die Marktpreise für Austernseitlinge nicht sehr hoch sein werden, aber dass die so niedrig sind. :oops:

Ich würde vermuten, dass mit Bio-Zertifikat höhere Preise zu erzielen wären. Mein größtes Problem wäre wohl, geeignete Lieferanten zu finden.

Ich vermute, Du verkaufst in größeren Mengen, um über geringere Stückkosten diese Preise anbieten zu können? Ich kalkuliere derzeit mit lediglich 50-60 kg im Monat.

Hast Du eine eigene Webseite?

Ich habe noch ganz viele Fragen :)

Viele Grüße
Sandro
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Erzielbare Marktpreise? 11 Jan 2016 08:40 #6508

  • Okeanograf
  • Okeanografs Avatar
  • Offline
  • Beiträge: 41
  • Dank erhalten: 4
  • Karma: 0
Hi, Sandro,
da die Zeit knapp ist antworte ich weiter kurzgefasst,
frag ruhig weiter ;)
Bio ist weniger gefragt als "Regionales" und Betrieb bio sertifizieren zu lassen
kostet sehr viel + jährliche Abgaben die den erzielten Preis wieder runterziehen. Lohnt sich nicht. + Bioauflagen zu aufwendig.

Meine Webseite ist immer noch nicht fertig, da nicht wichtig: wwww.edelpize-okeano.de

Das größte Problem bei der Zucht jede woche frische Ware zu liefern.
50 Kg/Monat bist natürlich in einem Hobbi-Bereich, sobald Du etwas erwirtschaften willst ist ein Nebenbetrieb nicht mehr möglich
Zu viel Aufwand. Ich arbeite von Anfang an 10-14 Std. täglich ohne Wochenende.
Will ich ein-zwei Tage frei haben muss ich vorausplannen und weniger ansetzen, dann aber natürlich fließt viel weniger in die Kasse zurück.
Bin weg, antworte dann weiter in paar Tagen ;)
Schöne Grüße ;)
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Erzielbare Marktpreise? 20 Jan 2016 10:52 #6518

  • pilz-kultur
  • pilz-kulturs Avatar
  • Offline
  • Beiträge: 2341
  • Dank erhalten: 288
  • Karma: 25
Hi Sandro ,


würde Dir vom AS abraten , mit Deinen 50kg gehst Du unter in der Preisschlacht die sich die Produzenten liefern :pinch: !

Bei so geringer Produktionsmenge würde ich auf Nischenpilze setzen die es am Markt kaum o. noch gar nicht gibt !

Gruß
Walter
We must be mushrooms , for they keep us in the dark and feed us dung :-) !
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Erzielbare Marktpreise? 23 Jan 2016 13:12 #6532

  • sandro
  • sandros Avatar
  • Offline
  • Zurück zur Natur
  • Beiträge: 20
  • Dank erhalten: 1
  • Karma: 0
Hallo Walter,

vielen Dank für das Feedback.

In meiner Region gibt es keine weiteren Pilzproduzenten (zumindest sind mir keine bekannt). Selbstverständlich kann ich nicht mit Produzenten aus Polen oder aus Niedersachsen preislich konkurrieren. Mein Konzept sieht jedoch vor, mit Qualität und Service ein Alleinstellungsmerkmal zu bieten, so dass sich auch für Premium-Austernpilze eine Nische finden lässt.

Ich möchte einen Nebenerwerbsbetrieb aufbauen, kalkuliere also nicht mit großen Mengen. Um die Komplexität niedrig zu halten, möchte ich mich auf eine Pilzsorte konzentrieren. Ich befürchte (vielleicht unbegründet), dass sich spezielle Sorten nicht so gut absetzen lassen (was der Bauer nicht kennt, ...). Erfahrung habe ich bisher auch nur mit dem Austernseitling gemacht. Aber vielleicht hast Du einen guten Tipp, welcher Pilz aus Deiner Sicht geeignet wäre, d. h. für den ein Markt vorhanden sein könnte und sich zudem relativ einfach produzieren lässt?

Viele Grüße
Sandro
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
  • Seite:
  • 1
  • 2
Ladezeit der Seite: 0.374 Sekunden