Gefahr von Stroh und Kleie

8 Jahre 9 Monate her #426 von Pilzhaus
Gefahr von Stroh und Kleie wurde erstellt von Pilzhaus
Viele benutzen ja Stroh, meist Strohpellets und / oder Kleie für diverse Pilzarten, ich natürlich auch !

Da man bei einer etwas grösseren Zucht mit verschiedensten Stämmen usw. auch etwas mehr Bedarf an Sägemehl und Pellets hat, sollte man sich ja tunlichst einen Lieferranten für alles suchen. Nun bin ich in der halbwegs glücklichen Lage alles relativ nahe zu haben. Ok, nachdem die Behindertenwerkstätten ein neues Absaugsystem in der Holzdübelproduktion bekommen haben, komme ich folglich nicht mehr ganz so einfach an die Holzspäne, weil ich diese nun doppelt so weit bei einem Entsorgungsunternehmen holen muss. Dafür hat der aber auch immer Tonnen an Spänen am Lager, auch verschiedenste Sorten usw. Das was man da weiter fahren muss spart man dann im Preis wieder ein und man kann vor Ort etwas mischen. :whistle: Aber darauf will ich gar nicht hinaus.

Mir geht es um die Strohpellets und um die Kleie ! Ich habe etwa 45 Kilometer von mir entfernt einen Produzenten der eben diese Pellets herstellt. Nun hole ich da meist immer ne Tonne und die hält dann ja auch etwas. Aber derzeit gehen meine Bestände rapide runter. Ich habe vielleicht noch 200 Kilo an Strohpellets, dann ist Schluss

Hier in D haben sehr viele Bauern auf Empfehlung der übergeordneten Agrarstellen kurz vor der Weizenernte 2012 nochmals mit Round Up gesprüht. Das ist Teufelszeug und ansich ist es dadurch verboten das Stroh als Stalleinlage zu verwenden. :angry: Ich wurde selbst Zeuge wie einige grosse Trecker ankamen und innerhalb von ca. 30 Minuten 3 grosse Felder bearbeiteten. Das Stroh wurde in grosse eckige Ballen gepresst und in Windeseile mit ca. 8 Traktoren eingesammelt und verladen. Das war ne echte Hammeraktion ! Am Strassenrand kam dann ein LKW an und der war ruckizucki beladen und fuhr dann weg. Das Stroh wurde also verkauft ! Wenn ich Stroh habe welches nicht als Stalleinlage dienen darf, das Getreide aber vorab ja auch gespritzt wurde, müsste und wird es uA. im Brot auftauchen und auch in Abfallprodukten wie Kleie oder eben Stroh. Wenn diese Pellets nun aus eben diesem Stroh gepresst wurden, dann ist das ansich ja etwas zum heizen. In wie weit die Chemikalie nun in den Kreislauf gelangt oder verbrannt wird weiss ich nicht, aber in den Strohpellets für Pilze wäre es dann voll enthalten !! :woohoo: :woohoo: :woohoo: :woohoo: :woohoo:

Zudem würde ich dieses Gift mit der Kleie auch noch einbringen und meine Pilze nehmen es freudig auf ! :blink:

Pilze sind ja nun mal sehr gesund, aber so..... :dry:

Hat sich da schon mal jemand Gedanken darum gemacht oder gibt es Leute die mehr dazu wissen ? Werden chemische Spitzmittel, wie eben zB. Roundup, beim autoklavieren zerstört oder bleiben die erhalten, was mir ansich logischer erscheinen würde. Also wer weiss was ?

Grüsse
Andreas

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8 Jahre 9 Monate her #427 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Hallo
Deine Gedankengänge sind natürlich nicht unlogich nur warum sollte Round up bei Getreide in Anwendung kommen?
Roun up ist ein Unkraut Vernichtungsmittel und könnte eigentlich nicht für Pilzerkrankungen eingesetzt werden, was eigentlich den Hauptteil der spritzungen beim Getreide sind.
Allerdings weiß ich das in ungünstigen Jahren Getreide tot gespritzt wird um so eine Art Notreifung zu erzielen, das soll aber sehr teuer sein und ob man dazu Round up benutzt weiß ich nicht.
Eine Unkrautbekämfung auf Getreidefeldern sehe ich als unlogich an, die Bauern geben nicht gerne unnötig Geld aus dann nehmen die Lieber das Mähwerk höher und lassen größere Stoppeln stehen.

Weizenstroh wird von Kühen nicht so gerne gefressen und deshalb in meiner Region beim Dreschen meist schon kleingehäckselt und mit eingeackert, Gerstenstroh wird aber gebündelt und eingelagert.
Mehr fällt mir zu diesen Thema nicht ein.
Gruß Matthias

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8 Jahre 9 Monate her - 8 Jahre 9 Monate her #428 von pilz-kultur
pilz-kultur antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie

Pilzonkel schrieb: Hallo
Deine Gedankengänge sind natürlich nicht unlogich nur warum sollte Round up bei Getreide in Anwendung kommen?



Hallo Matthias ,

wenn ich mich richtig erinnere , dient Round up bei Getreide als sogenanntes "Halmverkürzungs-Mittel" , damit die Stiele bei Belastung (Regen , Wind etc) nicht so leicht umknicken !

Andreas ,

ja das ist ein Problem :unsure: , solche Rückstände werden von den Pilzen aufgenommen , autoklavieren bringt leider auch nichts...hitzestabil :unsure: !

Einziger Ausweg.......Stroh vom Bio-Bauern !

So , jetzt muß ich in die Küche....melde mich am Nachmittag wieder !


Gruß
Walter

We must be mushrooms , for they keep us in the dark and feed us dung :-) !

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8 Jahre 9 Monate her #429 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Hallo Walter
Werde mich mal bei dem Bauern erkundigen dem ich meine paar ha verpachtet habe, so weit bin ich in dem Thema nicht Wissend.
Allerdings sind ja heutige Züchtungen recht Kleinwüchsig, am meisten Stroh hat noch Wintergerste und diese Mischsorte Tritiacale und natürlich der Liebe Roggen weshalb er sich schwer drechen läßt und deshalb so teuer ist.
Gruß Matthias

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8 Jahre 9 Monate her #432 von Pilzhaus
Pilzhaus antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Matthias : Lies mal !

www.jenapolis.de/2012/07/massiver-pestiz...-kurz-vor-der-ernte/

Ich selbst konnte diese Aktion verwundert verfolgen, das war wirklich nur 4 Tage vor der Ernte !! :dry:

@ Walter :

Biostroh wird wohl keiner zu Pellets verarbeiten ! :(
Ausserdem gibt es ja auch Strohpellets aus sauberem Stroh als Futtermittelersatz in der Schweine - oder Kälberzucht ! Diese Pellets werden auf Hefe, Bakterien usw. untersucht, nicht aber auf chemische Rückstände !!! DA WIRD ALSO EHER GESUND GEBETET UND DAS WAR ES !

Ferner, was ist schon wirklich Bio ? Seitdem die EU das vereinfacht hat ist Bio nicht gleich Bio und viele Bioprodukte sind wohl mehr verseucht als normale Ware. Und mal ehrlich, auch wenn es heisst dass ohne Spitzmittel die Erträge niedriger sind und dass daher der Preis höher ist, ist das nicht eine grosse Einladung eben doch zu spritzen und den Gewinn dafür 3 mal höher zu haben ? Und so ganz ohne Spritzen geht es ja auch nicht. Waren die Tomaten oder Paprika als Beispiel früher mit 2 Spritzmitteln "verseucht" so nutzt man heute 5 verschiedene Mittel und senkt daher die Verschmutzung in den Bereich der Richtwerte, hat im Gegenzug aber eben mehrere chemische Substanzen drauf. :S

Und im Bioanbau ist es dann so dass man 20 verschiedenste Mittel drauf ballert, aber dafür alles unter dem Grenzwert hat um noch Bio zu haben ! Was ist dann wohl gesünder ? Ein grösserer Stein im Magen oder ganz viele kleine ? ;)

Wer also glaubt das Bio frei von Chemie ist der irrt gewaltig !! Und dann kommt noch die Genveränderung dazu ! Dazu kann man nun noch gar nichts sagen, wie wirkt sich ein Pilz auf genetisch veränderten Substraten aus ?? :ohmy: Besser NUR ein Thema der Zukunft !:pinch:

Grüsse
Andreas

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8 Jahre 9 Monate her #435 von pilz-kultur
pilz-kultur antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Hallo Andreas ,

zum Thema "Bio" könnte man wohl endlos diskutieren , google mal nach "Strohhexe" , vielleicht wäre das was für Dich um Dein Stroh selbst zu verarbeiten ?

Die EU hat uns jedenfalls nichts gutes gebracht , ständiges nach unten nivellieren hat noch nie gut getan , frühere strenge Standards werden dem sogenannten Allgemeinwohl geopfert , damit sich auch schwächere Volkswirtschaften behaupten können...der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht :S ....Leidtragender ist immer das schwächste Glied in der Kette.....der Konsument :dry: !

Seien wir also froh eine starke Bio-Lobby zu haben (Egal wie man dazu steht) sonst hätte Montesano wohl schon beide Füße in der EU-Türe u. die Gentechnik würde fröhliche Urstände feiern !

Gruß
Walter

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8 Jahre 9 Monate her #437 von Pilzhaus
Pilzhaus antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Walter, ich kenne die Strohhexen aber auch die Preise !! :sick:

Und dann brauchst du viel Platz, musst die Ballen ja irgendwie ran bringen, den Schlepper und Dreiseitenkipper dafür hätte ich, dennoch nicht den Platz ! :(

Und mal ehrlich, gibt es was schöneres als fertige Pellets ? :silly: Ich liebe die Teile wirklich weil man in der Pilzzucht sehr platzsparend einlagern kann. Nur wenn ich dann lese welche Chemie da drin sein könnte wird mir

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Ich werde morgen mal meinen Hersteller anrufen und fragen ob er noch 2 Tonnen Altmaterial hat. Falls ja, wobei man dem Geldfuchs auch nicht immer alles glauben sollte, dann werde ich mein Lager wohl füllen.

EU --> Europas Untergang !

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Grüsse
Andreas

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8 Jahre 9 Monate her #438 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Lieber Andreas,
habe gerade den Link angeschaut und weiß jetzt echt nicht was ich Denken soll. Also dort wird geschrieben um es mit einfachen Worten wieder zu geben die verwenden Round up zum totspritzen.
Ich kann das echt nicht so richtig Glauben da ich selbst viele Jahre in der Landwirtschaft des Ostens gearbeitet habe. Ich weiß das viel gegen Pilzerkrankungen gespritzt wird nur als anfang der 90er ein wirklich verregnetes Jahr war hat man sich aus Kostengründen gegen das Todspritzen (mit was für Mitteln auch) entschieden zu teuer, daran kann ich mich noch gut erinnern.
Warum Getreide immer teurer wird liegt in der Tatsache an der EU mit ihren Biosprit-Biogas Müll, da wird lieber Getreide in Gasanlagen gekippt als es zu verkaufen so was zu Fördern ist eine Sackgasse. Ich will mich nicht weiter über das Thema äußern weil es doch zu weit von der Pilzzucht abschweift.

Wenn in der Tatsache Reste von Roun up in den Strohpeletts sind finde ich das nicht Lustig, da ich meine von einen Landhandel beziehe werde ich mich dort Erkundigen wo die Peletts gepreßt werden nur so kann man mehr Erfahren.

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8 Jahre 9 Monate her #443 von Pilzhaus
Pilzhaus antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Also ich denke nicht dass du bei einem Verkäufer etwas darüber heraus finden wirst was ein Hersteller in deinen Strohpellets eingearbeitet hat ! Da kann ich auch den Hersteller fragen, ob der aber weiss welches Stroh von wem mal kam und was der Bauer der es verkaufte vorab mal drauf sprühte ? Die Kette ist für Kontrollen einfach zu lang ! 2 Tonnen an Pellets werden im Prinzip pro Stunde bei einer normalen Anlage hergestellt, also welcher der vielen Ballen kam dann von wem ? Comprende ?

Dies hier mal als Info :

www.agrarheute.com/glyphosateinsatz-vor-...chbegriff2=Glyphosat

Wenn ein Marktführer sowas vorab rät, hmm !!! Und nicht nur ich wurde darauf aufmerksam, das gärt wohl noch wo anders. Lest selbst :

umweltinstitut.org/roundup_verbieten

Ich kann dazu nur sagen, ich war gerade beim Aussenlager, habe dort ein sehr grosses Brennholzlager, als der Bauer das Feld 4 Tage vor der Ernte besprühte und ich dank des Windes den Dreck sogar teilweise noch voll abbekam, zumindest spürte ich den bitteren Geschmack im Mund und das war sehr sehr unangenehm !! :S

Da mir ein Teil des Feldes gehört habe ich mich natürlich gewundert, da dies neu für mich war. Ok, da die Fläche verpachtet ist denkt man sich nicht sehr viel dabei was ein Bauer damit so macht, nur der Geschmack war echt bitter und ich fand das weniger toll dass der mich so eingenebelt hatte. Er fuhr dann auch mal erst weiter weg als er merkte dass ich den Dreck voll abbekommen hatte.

Damit fing praktisch alles an, ich wollte wissen was er mir da zugeblasen hatte !

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8 Jahre 9 Monate her #450 von Pilzhaus
Pilzhaus antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
So, habe heute dann mal mit meinem Hersteller geschnackt ! Also, er selbst hat in seinem Stroh nix drin, das braucht er aber fast alles für die Tiere. Daher kauft er hunderte Tonnen zu und was da drin ist, tja das weiss er nicht ! Bei Strohuntersuchungen wird nicht auf Chemiekalienrückstände untersucht, das wäre eben so !! Aber auszuschliessen ist dies eben nicht, nur er weiss nicht was die Bauern, denen er das Stroh abkauft, vorher versprüht haben. Es scheint hier also wirklich niemanden zu interessieren was die Tiere da fressen oder in welchem Einstreu sie rumrennen! :angry:

Im Prinzip schlummert da ein Riesenskandal wenn das mal raus kommt und richtig öffentlich wird !

Ich werde, nachdem meine Altbestände durch sind, keine Strohpellets mehr verwenden bis die Ernte 2013 rein kommt. Von dieser Ernte werde ich mir dann ein paar Tonnen sauberes Stroh pelletieren lassen und damit kann ich dann wieder sauber und mit ruhigem Gewissen arbeiten. Ferner werde ich Kleie als Zusatz ab sofort absetzen ! Ich habe noch 20 Kilo, wenn die weg sind war es das und ich suche mir nun notgedrungen andere Zusatzstoffe. :dry:

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8 Jahre 9 Monate her #454 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Ich habe mich mal kundig gemacht und folgendes Erfahren.
Vom Pächter: wir benutzen es nicht weil teuer und es dem Vieh nicht stört wenn dort ein paar Halme günes drin ist.
Ihm ist folgende Anwendungen bekann,
1: 10 Tage vor der aussaat, vorm säen muss das Feld noch gegruppert werden sonst geht nichts auf.
2: Bei Wintergerste vor der Ernte zur Unkrautbekämfung was in den Gasen also zwischen den Reihen wächst, Gerstenstroh wird bevorzug für Eintreu-Fütterung eingesetzt weil Kühe Weizenstroh nicht so mögen.
Er meinte wenn man sein Feld jedes Jahr ackert ist eine Unkrautbekämpfung bei Getreide nicht nötig nur die Bauern die auf die Kultivator Technik stehen also nicht ackern um Sprit zu sparen und teilweise sogar in die Stoppeln säen, die werden sich wohl kaum vor Unkraut retten können und den Müll einsetzen.

Im Landhandel habe ich fast das selbe erfahren , wo die Stohpeletts herkommen weiß sie aber nicht will aber nachfragen.
Zum Notreifen von Getreide gibt es andere Mittel.

Schlimmer scheint das belastete Sojaschrot was in Massen als Tierfütter eingesetzt wird und so in unsere Speisen gelangt, siehe auch deine Links.
Ein anderes großes Problem kommt erst noch auf uns zu, es wird immer mehr Getreide samt Stroh in Biogasanlage gekippt das wird dann garantiert mit nichts gespritzt weil es keine Rolle spielt ob das Getreide gesund st oder Unkraut dazwischen ist nur wir werden es immer mehr im Geldbeutel merken!
Gruß Matthias

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8 Jahre 9 Monate her #459 von pilz-kultur
pilz-kultur antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
@Andreas ,

natürlich alles eine Sache des Preises...aber Weizenkleie gibts natürlich auch in Bioqualität....sind halt paar Teuronen mehr , hält sich aber bei Einkauf eines Big-Packs auch in Grenzen .

WK ist halt schwer zu ersetzen in der Pilzzucht , wird wahrscheinlich auch nicht billiger sein , aber Zuckerrübenpellets wären eine Alternative !

@Matthias ,

ja was früher auf den Feldern noch verbrannt wurde muss man sich heute schon teuer einkaufen....da bist Du ja mit Deinen eigenen Feldern echt zu beneiden B) ....meint ein Kleingründler :lol: !

Insgesamt scheint der Einkauf u. Einlagerung von Rohstoffen mehr abzuwerfen als jede Aktie o. Sparbuch , werde mir für die Altersvosorge gleich mal 5000kg Kleie einbunkern :whistle: .....

Keine einfachen Zeiten denen wir alle entgegen schauen....


meint
Walter

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8 Jahre 9 Monate her - 8 Jahre 9 Monate her #461 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Ich glaube mit etwas recherche läßt sich noch mehr heraus bekommen, vor allen ob wirklich alle Getreidearten gespritzt werden oder ob es eben nur um die Gerste speziel Wintergerste geht.
So bekommt man bevorzugt Weizenkleie und jetzt stellt sich die Frage ist es nötig Weizen mit Round up zu spritzen, wobei ich mich auf die aussage von meinen Pächter stütze?
Weiterhin vermute ich das Strohpeletts nicht aus Wintergerstenstroh besteht, die Gründe hatte ich schon genannt sondern eher aus Weizen oder der Kurzstieligen Sommergerste oder Triticale? Alles nur Vermutung doch je mehr man ließt und sich befragt gehen meine Vermutungen schon in die Richtung. Ich habe Jahrelang in einen Stall gearbeitet und Kühe gemolken und glaubt mir Bauern sind sau geizig ja kein Geld für was ausgeben was nicht unbedingt sein muss!

Walter ich hab ich ein paar ha geerbt, aber reich bin ich deshalb auch nicht die paar € Pacht reicht zwar dicke für ein Hobby wie die Pilzzucht aber große Sprünge kann man davon nicht machen;)
Gruß Matthias

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8 Jahre 9 Monate her #465 von Pilzhaus
Pilzhaus antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Wie was oder warum auch immer, ich hoffe nur dass es ne einmalige Sache war !! Nur vertrauen tue ich auf Standartprodukte aus der Ernte 2012 nunmal erst nicht mehr. Das Risiko ist mir da einfach viel zu gross ! Das mit der Biokleie werde ich mal erfragen. Normale Kleie kostet derzeit 19,95 per 50 Kilo Sack. Vor wenigen Jahren waren es noch 11 Euro ! Das sieht man wie die Margen hoch gehen. Weizenpellets zum verheizen gibt es ja auch nicht mehr, ist nur noch Einstreu oder Futtermittel da der Preis sich in den letzten Jahren vervierfacht hat und es ansich schon einen Strohmangel gibt.

Ein anderer Gedanke war mit schon vor ein paar Tagen gekommen. Wenn eine grosse Agrarzeitschrift dieses Verfahren mir Roundup empfiehlt, dann lag der Grund vielleicht darin dass der Hersteller Angst hatte dass Roundup die Zulassung verliert ? Ich meine die Zulassung wurde jetzt (in 2012) bis 2015 von der EU verlängert, aber es hätte ja auch anders ausgehen können. Was wäre wenn man einfach vorab die Bestände abbauen wollte ? Wer nimmt schon gerne Ware zurück, gerade wenn diese auch noch teuer entsorgt werden müsste ?

Und wenn die Grünen sich mit dem Thema soweit beschäftigt haben um es als Petition in den Bundestag einzubringen dann wird das wohl flächendeckend so gelaufen sein. Mein Pellethersteller wusste ja auch davon und ich habe es ja selbst mitbekommen dass gespitzt wurde.

Grüsse
Andreas

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8 Jahre 9 Monate her #466 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Anderas, wie schon geschrieben die Preise steigen so weil es ganz groß in Mode gekommen ist die gesammte Ernte in Biogasanlagen zu verarbeiten.
Ob und wann da ein großes Umdenken von Seiten der Politik kommt ist fraglich, die Eu will es wohl ab 2017 einschränken weil sie erkannt hat das es nicht der richtige weg ist.

Auf der Seite von Mycelia werden ja anbau Tips für die gängigsten Sorten beschrieben und dort wird mit außnahme von einigen Seitlingen kein Stroh verwendet.
Im Prinzip nur Hartholzspäne fein und grob, aber halt die 10% Kleie als Zusatz.
So könnte man ja wenigstens auf Stroh verzichten.
Gruß Matthias

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8 Jahre 9 Monate her #467 von Pilzhaus
Pilzhaus antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Matthias, ich mache mein Sägemehl selbst da ich hier alles mit Scheitholz ( moderne Vergaseranlage) + Kaminofen heize fällt da schon einiges an. Nur es reicht halt nie. Daher nehme ich gerne Pellets wo es geht. Ich habe einen Händler für Späne aller Art, der sitzt ne gute Autostunde weit weg. Wenn du da hin fährst gehst du in die Lagerhallen und nimmst dir was du willst. Danach wird gewogen und du bezahlst. Ansich recht einfach aber die Hallen sind ca. 20 Meter hoch. Wenn du da anfängst Späne zu verpacken, egal ob kleine Säcke oder Bigbags dann bekommt man A nicht sehr viel mit (max. 500-600 Kilo pro Fahrt) und B siehst du danach aus wie Sau und C atmest du jede Menge Feinstaub ein ! Holzspäne sind aber Krebs erregend ! Ich kenne jemand der daran elendig gestorben ist und der war ein Holzwurm ! Ursache, Holzspäne von der Arbeit ! Da rennst du also mit Mundschutz rum, schwitzt dir einen ab und wirst zugestaubt ohne Ende. Mach das einmal und wenn du Glück hast kommt noch ne schöne Lawine runter weil du unten zuviel entnommen hast, glaub mir, du brauchst Tage um das aus den Augen, Haaren usw. wieder heraus zu haben. Daher Pellets ! Würde ich aber Hartholzpellets kaufen, habe diese auch mal gehabt, dann gehen die nicht gut auseinander und ne Tonne kostet zudem auch rund 280 Euro !

Ich habe in den letzten Wochen rund 300 Kilo Strohpellets verarbeitet, du siehst also, bei mir geht ganz gut was durch. Da kann ich nicht mit Einstreu aus der Zoohandlung usw. arbeiten. Ich muss zudem aber auch an die Kosten denken. Hobby hin oder her, der Preis muss stimmen sonst rechnet sich ja die ganze Zucht nicht mehr. Die Beutel kosten Geld, die Substrate, die Zuschlagsstoffe und auch die Stromrechnung ist beim autoklavieren nicht ohne ! Da hast du schnell mal 100 Euro Extrakosten im Monat.

Das alles rechnet sich also nur wenn ich gute Erfolge habe und vorallem mit Genuss geniessbare, also saubere Pilze. ;)

Grüsse
Andreas

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8 Jahre 9 Monate her #472 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Andeas ich kann dich voll und ganz verstehen auch wenn ich als Schweißer mein Geld verdiene. Ich hätte auch nicht das Interesse an die Pilzzucht als Beruf, es ist nur der Spaß an der Freude.
Jedenfalls ist es gut zu Wissen was da so alles im Stroh sein kann und ich hoffe für mich das ich weites gehend nicht so belastetes einkaufe.
Viele Grüße Matthias

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8 Jahre 9 Monate her #482 von Pilzhaus
Pilzhaus antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
So, also Futtererbsen, ne hier sind die nicht zu bekommen ! Bio Weizenkleie, ja aber nur als ganzer Zug mit 25 Tonnen ! Die spinnen doch ! Hehe 300 Kilo ok, aber 25 Tonnen ....

Soweit nix neues und alles nur noch immer komplizierter ! :(

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8 Jahre 8 Monate her #631 von Pilzhaus
Pilzhaus antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
So Bioweizenkleie habe ich nun aufgetan und heute abgeholt :woohoo: :woohoo: :woohoo:

Das Zeug ist zudem in Mengen noch erheblich billiger als ein Sack normale Weizenkleie vom Raiffeisenmarkt ! :whistle:

Komisch ist nur dass die das MHD auf nur 6 Wochen begrenzen !!:S

Naja ich denke nicht dass es da grosse Unterschiede zu normaler Weizenkleie gibt, folglich ist die auch in 3 Jahren für die Pilzzucht noch geeignet. Habe heute 320 Kilo abgeholt, das reicht mal erst wieder einige Jahre.

Wenn ich meinen kleinen Restbestand weg habe werde ich mal so nen Sack aufmachen und mal schauen wie es inhaltlich aussieht.

Grüsse
Andreas

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8 Jahre 6 Monate her #1013 von Pilzhaus
Pilzhaus antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie

Während der entscheidenden [vorgeburtlichen] Entwicklungsphase im ersten Vierteljahr ist ein menschlicher Embryo nicht größer als ein Insekt. Man muss also davon ausgehen, dass Pestizide die Entwicklung des Gehirns eines menschlichen Embryos massiv beeinträchtigen können. Aber menschliche Embryonen halten sich doch wohl kaum auf den Feldern auf, die mit Insektiziden besprüht werden, stimmt‘s? Eine Untersuchung zeigte vor Kurzem, dass sich bei jedem Menschen, der untersucht wurde, das weltweit meistverkaufte Pestizid, Roundup, nachweisen ließ. Dabei erreichte die Konzentration des Pestizids im Urin der Testpersonen das Fünf- bis Zwanzigfache des Grenzwertes, der für Trinkwasser als unbedenklich eingestuft wird.


Aus diesem Artikel kopiert :

info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutsc...43618A42B2C328953493

Das bestätigt genau das was ich schrieb ! Das mit Roundup gespritzte Material gelangt in die Nahrungskette durch Brot, Kälbermast usw. und wir Menschen sind schon voll davon ! Das wird also zum grossen Problem, sei es durch künftige Missgeburten oder Krebs ! Wobei die Krebsrate seit einigen Monaten einen richtigen Satz nach oben gemacht hat und weiter anzieht ! :angry:

Ich kann gerade bei der Pilzzucht nur jedem empfehlen Biokleie usw. zu verwenden oder ihr zieht euch das Gift in Mengen rein. Gleiches gilt für Stroh und Strohpellets !!


Grüsse
Andreas

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8 Jahre 4 Monate her #1257 von Soren
Soren antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
What's all the fuzz about Glyphosat?
Soweit ich weiß ist es für Menschen wie Tiere relativ harmlos und auch nicht krebserrgend. Und bei korrekter Anwendung ist die Umweltbelastung auch nicht sonderlich groß, bzw. sogar kleiner als wenn man z.B. seine Felder mit Gülle düngt! Es gibt tausendmal schlimmere Sachen, auch völlig legal im Bioanbau.
Wer ernsthaft mehr über Glyphosat wissen will: Seriöse Fachliteratur zu Glyphosat ist bei Wikipedia ganz unten zu finden: de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat#Einzelnachweise

Ich habe in meinem Leben schon viel Stroh- und den Weizenprodukte aus konventionellem Anbau, ua. auf Glyphosat getestet (war damals als CTA angestellt) und es waren bis auf sehr wenige Ausnahmen praktisch nie nennenswerten Belastungen von irgendeinem Pflanzenschutzmittel nachweisbar. Und aus erster hand weiß ich, dass das bei "Bioprodukten" dagegen nicht selten ganz anders aussieht. Wenn schon bescheißen, dann auch so dass sich das lohnt, denken leider viele Bauern! Die Gefahr erwischt zu werden ist sehr klein, da Rückstandskontrollen nur sehr sporadisch durchgeführt werden. Sogar Rückstände von illegalen Pflanzenschutzmittel oder nennenwerte Belastungen mit Umweltgiften wie z.B. Dioxin, sind meiner Erfahrung nach in Bioprodukten nicht unbedingt eine Seltenheit und vor allem nicht seltener als bei konventionellen Produkten. Und falls mal was gefunden wird bekommt der Bauer halt ein Bußgeld und die Ernte wird festgesetzt - das wars; Betriebsverbote, Gefängnisstrafen etc. sind auch bei schwereren Vergehen extrem selten, da die Beweisführung oft schwierig ist. In der Presse sieht und hört man interessanterweise sehr wenig davon, ich vermute mal, weil es eine starke Bio-Lobby gibt, denn es steht ein enormer wirtschaftlicher Zweig hinter Bioprodukten.

Mein Fazit aus erster Hand ist, dass ordentlich konventionell angebaute Produkte aus Deutschland nicht generell schlechter als Bioprodukte!
Die Produkte eines bekannten einheimischen konventionellen Bauern würde ich garantiert jedem "Bioprodukt" unbekannter Quelle oder gar aus dem Ausland vorziehen!
Und falls man natürlich einen Biobauern in der Nähe kennt, ist das unschlagbar.

Arrgh diese ganze Biodiskussion... jedes mal wenn ich Biokartoffeln im Supermarkt aus Agypten und "Biomöhren" aus Israel bei Aldi sehe kriege ich ein bisschen das Kotzen! Aber das ist etwas Offtopic!

PS: Meiner Erfahrung nach sind Bioprodukte mit "Demeter"-Siegel eigentlich immer mit am Besten gewesen.

Zuchterfolge: Pioppino, Shiitake, Kastanienseitling, Kräuterseitling, Flamingoseitling, Austernseitling, weißer Kultur-Champignon, Enoki
In der Mache: Verschiedene Stockschwämmchen, Limonenpilz, Nameko, Reishi, Braunkappe, Stipticus

Habe viel Pilzmaterial tauschfertig!
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8 Jahre 4 Monate her #1341 von Pilzhaus
Pilzhaus antwortete auf Aw: Gefahr von Stroh und Kleie
Wer meint dass es nicht schädlich ist hat echt die falschen Infos !!!

Hier mal ne neue Studie :

www.swr.de/landesschau-aktuell/glyphosat...14/z7a09g/index.html

Meine Kleie beziehe ich aus einer Biomühle. Die arbeiten mit Demeterbetrieben zusammen ! ;)

Was mein Stroh angeht, es ist nicht immer Demeter, eben weil sehr schwer zu bekommen, dennoch ist es von einem Bauern der mir garantiert dass es recht sauber ist und kein Glyphosat enthält. Etwas spritzen müssen ja alle.

Grüsse
Andreas

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