Kaltsterilisation mittels Kalkhydrat u. Holzasche !!!!!

7 Jahre 5 Monate her #3263 von pilz-kultur

stinkmorchel schrieb: Leider scheitert der geplante Versuch, mit Kalk zu arbeiten bei uns daran,
daß ich trotz intensiver Suche keinen Kalk mit den o.a.Spezifikationen bei uns im Handel finden kann.....
Ungelöschter Branntkalk oder herkömmlicher Garten/Rasenkalk läßt sich ja nicht verwenden.

Den Spezikalk, den Walter anspricht, kann ich hier nicht so ohne Weiteres bekommen.

Hat jemand eine Idee? Wohne in Norddeutschland.

Oder nimmst Du das vielleicht in Deinen Shop auf, Walter?
Dann schick mir gerne gleich was her!

Gruß Ulli


Ich schau mal was ich machen kann..auch wenn es nur zum Testen ist ;) !


#Walter

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7 Jahre 5 Monate her - 7 Jahre 5 Monate her #3280 von Hauke
Ich habe auch schon mal vor einigen Jahren mit Branntkalk experimentiert. Das funktioniert, aber mich überzeugt die Methode insgesamt nicht (ob nun Lösch- oder Branntkalk), weil die Kulturpilze mit dem hohen pH Wert zu kämpfen haben und ich hatte keine optimalen Ergebnisse (was nichts heißen muss..)

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7 Jahre 5 Monate her #3296 von Pilzonkel
War gestern nach der Arbeit schnell nochmal im Hellw.. weil ich Buschbohnensamen brauchte. Also gleich dort noch geschaut und in der Bauabteilung fündig geworden Kakhydrat = Löschkalk ,25Kg für knapp 8€.
Gruß Matthias
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7 Jahre 5 Monate her #3299 von stinkmorchel
@Hauke: Dennis hatte darauf hingewiesen, daß sich der Ph-Wert nach ein paar Tagen wieder etwas einpegelt.
Allerdings hatten seine Pulmonarien am Ende auch etwas anders geschmeckt als sonst....Wie waren Deine?
Hast du damals beim Ansetzen deiner Suspension den Ph-Wert kontrolliert? Oder nur nach Rezept/Auge angesetzt?
Spannend wär es ja mal, den Wert des später besiedelten Substrats zu ermitteln.

@Matthias: Viele Danke für den Tip, der nächste Hellw... ist leider 150 km entfernt, aber Walter schickt mir eine Probe von dem Spezikalk,
werde dann (angeblich schon sterile) Buchenspäne ansetzen und einen Shii darauf loslassen.

Obwohl: Mir kommen inzwischen die Kompostversuche, die Walter gerade fleißig postet ,
irgendwie organischer vor, als so eine chemisch-physikalische Entseuchung.

Gruß Ulli

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5 Jahre 8 Monate her #6619 von leo00593
Ich hole das Thema nun nochmal hoch in der Hoffnung, ein paar Fragen beantwortet zu bekommen.
Aktuell habe ich einen unsterilen Versuch laufen mit Austern, Rosen und Limonen auf normalen Strohpellets.

Rosen und Austern scheinen im allgemeinen zu klappen, wenn auch langsam und nicht komplett zufriedenstellend.
Limonen sind gar nix geworden.

Habe mich in der Kalkhydrat Sache nun tagelang eingelesen u.a. auch auf Shroomery.

Würde gerne auf Strohpelletbasis meinen nächsten Versuch starten.
In diversen anderen Quellen wird immer nur von Stroh selbst ausgegangen, oder von Holzpellets (Shroomery)

Folgendes Rezept hat sich heraus kristallisiert:
Pellets: 1,8 kg
Weizenkleie: 180 Gramm
Gips: 45 Gramm
Wasser: 3,2 Liter
Löschkalk: 9 Gramm
Pilzbrut: 450 Gramm


1. Pellets, Kleie, Gips trocken mischen
2. Kaltes Wasser mit Kalk mischen
3. Kalkwasser mit Substrat mischen. 1 -2 Stunden stehen lassen
4. Brut dazu
5. verpacken



Fragen dazu:
Aktuell habe ich gebrannten Kalk hier. Diesen kann ich mit Wasser ablöschen = gelöschter Kalk
Übrig bleibt trübes Wasser und (weißer normaler) Kalk?

Kann/muss dies beides im Substrat verbleiben?
Von anderen Versuchen wird das Stroh immer nur im Kalkwasser eingeweicht und danach weggeschüttet.

Bei Obi würde es Weißkalkhydrat im 25 Liter Sack für 7 € geben. Der Kalkanteil ist dort ca. 96% und Magnesium unter 0,6%. Der sollte geeignet sein, oder?

Aktuell werden normale Pellets nur ungleichmäßig durchwachsen (Habe leider auch zu fest zusammengepresst).
Würde ein gewisser Anteil an gehäckseltem Stroh Sinn machen oder sollte es nur auf Pellets auch klappen?

Die Einweichzeiten schwanken teilweiße auch extrem. Von 15 Minuten bis 24 Stunden ist alles dabei.
Pellets saugen auch ziemlich schnell. Normal sollten 2 Stunden ausreichen?
Muss der PH Wert vor beimpfung erst sinken oder wird die Brut damit fertig. (Sinkt ja sowieso im Laufe der Zeit...)

Viel zu lesen. Hoffentlich bekomme ich noch paar Infos.
Danke im voraus ;)

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5 Jahre 8 Monate her #6628 von pilz-kultur
Hallo ,

ganz schön viele Fragen ;) !

Dann arbeiten wir mal ab......

Persönlich bin ich kein Freund von Strohpellets , sie saugen sich rasch voll...was ja nicht schlecht wäre...aber geben überschüssiges Wasser nur langsam ab...da muss man meist mechanisch nachhelfen o. sehr lange abtropfen lassen bis die Feuchte stimmt u. man die Brut zu mischen kann !

Rosa u. Gelb würde ich sowieso nur unsteril auf Häksel u. normalen STroh anbauen ohne Zuschlagstoffe , auch Austern kommen damit in der Regel ganz gut klar.

Zusätzlich noch Gips beizumischen halte ich für kontraproduktiv da wir sowieso im hohen pH-Wert arbeiten ;) !

Der Baumarkt-Kalk sollte sich gut eignen u. ist in der Anwendung auch ungefährlich im Gegensatz wenn man den Kalk selbst ablöscht...ist nicht ganz ungefährlich :ohmy: !

Das Kalkwasser kann natürlich wieder verwendet werden , sollte man aber den pH-Wert überprüfen u. falls nötig mit Kalk wieder auf den richtigen Wert angehoben werden.

Einweichzeit würde ich alles für 24 St. stehen lassen...egal ob Pellets o. ganzes Stroh.

Der Idee ganzes o. Häkselstroh den feinen Pellets bei zumischen kann ich nur zustimmen , dass bringt eine gewisse Struktur u. Lockerheit in die Sache :) !


Gruß
Walter

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5 Jahre 8 Monate her #6653 von leo00593
Hi

Danke für die Antwort.

Ich habe die Stohpellets bisher 1:2 mit Wasser gemischt. Ausgedrückt habe ich die nicht im nachhinein.
Werde das nächste Substrat mit Buchenholzchips auflockern.

Noch zwei Fragen:
1. Kann ich das Calciumhydroxid/Kalkwasser im Substrat verbleiben lassen?
(sehe bei Strohpellets fast keine andere Möglichkeit)
2. Muss ich die Buchenholzchips einweichen. Brauchen die auch ein Kalkbad?

Teste dann mal mit verschiedenen Anteilen von Buchenchips.
Setzte mal verschiedende Substrate mit Anteilen von 20, 30 und 50 % an.


Grüße

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5 Jahre 8 Monate her #6655 von pilz-kultur
Hallo ,

also bei den Pellets musst Du aufpassen das die nie nicht zu feucht werden , falls ja kannst Du trockene Buchenspäne dazu mischen , ist halt eine Spielerei bis die richtige Feuchte eingestellt ist !

Noch zwei Fragen:
1. Kann ich das Calciumhydroxid/Kalkwasser im Substrat verbleiben lassen?
(sehe bei Strohpellets fast keine andere Möglichkeit)
2. Muss ich die Buchenholzchips einweichen. Brauchen die auch ein Kalkbad?



Erste Frage hast Du Dir schon selbst beantwortet , klar zieht das Kalkwasser ins Substrat ein u. bleibt dort ;)

2 Frage : Wenn Du die Feuchte runter kriegen willst bleinben die Späne natürlich trocken , mischt Du größere Mengen bei wirst Du befeuchten müssen , Kalk soll sich laut Shroomery bedingt auch für Holzsubstrate eignen !

Gruß
Walter

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