Herstellung von Flüssigmycel !!!

8 Jahre 8 Monate her - 8 Jahre 8 Monate her #476 von pilz-kultur
Herstellung von Flüssigmycel !!! wurde erstellt von pilz-kultur
Hallo Leute ,

hier mal eine bebilderte Kurzanleitung u. paar Tipps zur Herstellung von Flüssigmycel…Flümy !

Die Vorteile sind rasch aufgezählt : Mit wenig Ausgangsmaterial/Mycel lassen sich in kurzer Zeit größere Mengen Impfstoff produzieren , dass Substrat wird schneller durchwachsen , daher stellen auch immer mehr große Pilzzuchten in Asien auf diese Technik um !

Hier ein Bild dazu (Doremi in Südkorea ,einer der größten Enoki-Produzenten mit 40.000kg Tagesleistung :woohoo: )
Die Edelstahlbehälter verfügen über ein eingebautes Rührwerk u. werden mit steriler Luft zwangsbelüftet….

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Es geht aber auch in kleineren Maßstab …….;)

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Der Aufwand ist auch von Hobbyzüchtern zu stemmen , wichtigstes Gerät , ein Magnetrührer , mit etwas Glück gebraucht in der Bucht zu finden o. neu (Kosten um die 100-150.-) !

Weiters einen Erlenmeyerkolben (Hier mit 1000ml Volumen) samt passenden Stopfen , dieser darf nicht dicht abschließen sondern muss einen gewissen Luftdurchlass ermöglichen , die hier sind aus Kunststoff , alternativ könnte man auch Polyfill-Watte o. ähnliches verwenden…muss halt hitzefest sein da wir sterilisieren….

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Ansetzen der Nährlösung

Rezeptur bringe ich hier keine , da gibt es genug im Internet passend zur jeweiligen Pilzart , Grundzutaten sind meist Malz u. Hefeextrakt , Pepton , Dextrose etc……

Also Erlenmeyerkolben samt Magnet-Schiffchen auf den Rührer , die Zutaten unter ständigen rühren auflösen !

Wichtig ! Den Kolben nicht zu voll machen , da sonst nicht ausreichend Sauerstoff in die Lösung kommt , bei unserem 1L Kolben sind 500ml perfekt !!!

Stopfen aufsetzen u. mit Alufolie abdecken , anschließend etwa 20-30 Minuten bei 121°C autoklavieren.

Nach dem Abkühlen wird die Nährlösung mit 10-15 etwa 1x1cm großen Agarstückchen aus einer durchwachsenen Petri beimpft , der Kolben wieder verschlossen u. auf den Magnetrührer gestellt.
Ab jetzt wird bei mittleren Drehzahlen ständig gerührt , optimale Temperatur liegt zwischen 20-25°C

Was passiert ?

Durch die ständige Drehbewegung lösen sich kleinste Mycelfragmente von den Agarstückchen u. wachsen in der Nährlösung weiter , werden wiederum zerrissen u. bilden weitere Ausgangspunkte für neues Mycelwachstum…usw.

Die Nährlösung verändert dabei ihr Aussehen u. wird zunehmend trübe…..hier im Vergleich
eine frische u. eine bereits fertige Impflösung…:ohmy:

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Aus der Nähe betrachtet sieht man gut die feinen Mycelquallen…

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Dieses Flüssigmycel wäre fertig für den Einsatz u. sollte sofort verwendet werden !

Zur Rührdauer

Hier benötigt es ein wenig Erfahrung u. Fingerspitzengefühl den richtigen Zeitpunkt zu erkennen…rührt man nämlich zu lange bildet sich zuviel Mycel welches vernetzen kann , dass gibt Probleme beim Beimpfen…verstopfte Leitungen etc. , zudem nimmt die Aktivität des Mycels dramatisch ab…also lieber etwas früher als zu spät vom Rührer nehmen !

Nächstes mal stelle ich Euch noch eine andere einfache Flüssig-Technik vor…..

Poor Man`s Flüssigmycel !


Gruß
Walter

We must be mushrooms , for they keep us in the dark and feed us dung :-) !
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8 Jahre 8 Monate her - 8 Jahre 8 Monate her #478 von Fugi501
Fugi501 antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!
hallo walter,

danke für diesen tollen und informativen beitrag.;)
ich wollte nämlich schon zum thema flüssigmyzel fragen aber du bist mir da zuvorgekommen.:P

vor knappen 2 wochen hab ich selbst in einigen kleinen gurkengläsern 3 kulturen angesetzt da mir die sache mit der beimpfung mit agarstücken einfach zu mühsam ist.

man muss immer wieder schütteln, warten schütteln, warten usw... dauert viel zu lang bis die körner gleichmässig und gut durchwachsen sind.:blink:

nun zu meinen gläsern. in einem ist austernpilz, im andern kräuterseitling und im letzten shiitake.
der austernpilz sieht bis jetzt am besten aus. im glas schwimmt eine richtige schöne qualle die etwa so groß wie eine 2 euromünze ist.:silly:

beim kräuterseitlin ist das dextrosewasser irgendwie trüb geworden wobei man jedoch deutlich myzel drinnen erkennt. (kontamination?)
den shiitake hab ich entsorgt weil bei ihm kein myzelwachstum erkennbar war. ich glaub der mag keine dextrosesuppe.:dry:

einmal hab ich das ganze auch mit malzwasser probiert aber obwohl ich nur 20min sterilisiert hatte, hatte sich unten so eine gelb-braune ablagerung gebildet. irgendwo hab schließlich gelesen dass das malz karamelisiert und dass man deswegen diese zeug bekommt.

kam aber immer erst zwei bis drei tagen nach der sterilisation.:huh:
so hab ich die malzgeschichte vergessen. beim honig war es das selbe.

ich wollte dich nun fragen welche kanüllen du fürs aufziehn der myzelspritzen verwendest?
in der apotheke sind die größten die einser (1,2mm durchmesser) sie verstopfen leider sehr schnell, zumindest wenn man versucht abgekratztes myzel von der petrischale aufzuziehn. es ist eigentlich unmöglich.:angry:

lg
oliver

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8 Jahre 8 Monate her #479 von pilz-kultur
pilz-kultur antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!

Fugi501 schrieb: hallo walter,

ich wollte dich nun fragen welche kanüllen du fürs aufziehn der myzelspritzen verwendest?
in der apotheke sind die größten die einser (1,2mm durchmesser) sie verstopfen leider sehr schnell, zumindest wenn man versucht abgekratztes myzel von der petrischale aufzuziehn. es ist eigentlich unmöglich.:angry:


Hallo Oliver ,

lass doch einfach die Nadel weg u. zieh direkt durch die Spritze auf...evtl. kann man von dem Spritzenaufsatz noch etwas abschneiden , dann wird der Durchmesser noch etwas größer ;) !

Vor Jahren habe ich mir eine Impfpistole wie sie Tierärzte für Massenimpfungen verwenden , zugelegt ! :ohmy:

Sehr praktisch wenn man größere Mengen beimpfen will .....Volumen lässt sich einstellen , die Knarre ist quasi eine Halbautomatik :woohoo: ...also Impflösung reinspritzen u. im Retourgang zieht der Kolben wieder neue Lösung nach....über einen Silikonschlauch der in den Flüssigmycelbehälter reicht........die ganze Vorrichtung lässt sich sterilisieren !

Auch sind die verwendbaren Kanülen natürlich ein ganz anderes Kaliber....arme Rindviecher :lol: !

Gruß
Walter

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8 Jahre 8 Monate her #480 von Fugi501
Fugi501 antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!
ok, dann werd ich mal schaun was sich machen lässt.;)

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8 Jahre 8 Monate her - 8 Jahre 8 Monate her #481 von pilz-kultur
pilz-kultur antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!
Hallo Oliver ,

diese Impfausrüstung hat natürlich seinen Preis ;) , aber für Hobbyzüchter und/oder Profis ist das normale Vorgehen , durchwachsene Petri u. Impfstückchen rein ins Substrat immer noch gängige u. brauchbare Praxis...da wird sich so schnell nichts ändern..... der Poor Man`s Flüssigmycel-Tek ist da vielleicht eine mögliche Alternative B) dazu ...kommt die nächsten Tage....noch vor`m Urlaub ;) !


Gruß
Walter

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8 Jahre 7 Monate her #691 von pilz-kultur
pilz-kultur antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!
Hallo Leute ,

gestern war ich im Lab u. hab den Großteil der türkischen Funde versucht zu klonen...u. mal ein Foto von der angesprochenen Flüssigmycel-Impfausrüstung geschossen......

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So sieht das Teil aus , wie gesagt , alles lässt sich autoklavieren , der Silikonschlauch landet dann im Flüssig-Mycelbehälter u. saugt von dort seine befruchtende Fracht wohin ihr wollt ;) !

Gruß
Walter

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8 Jahre 7 Monate her - 8 Jahre 7 Monate her #698 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!
Möchte mal so meine Erfahrung mit Flummi einbringen. Wenn man nur ein paar Sorten als Hobbyzüchter anbauen möchte und von denen halt auch größere Mengen ist so eine Flüssig Kultur schon praktisch.
Ich bin beim Sorten Testen und das halt nur im kleinen, mir von 20 oder 30 Sorten eine flüssige Kultur machen ist da nicht sinnvoll.
Aber zum Thema, so viele zusammensetzungen kenne ich nicht nur Honig und Malzextrakt. Trübe verfärbungen nach dem sterilisieren ist eigentlich ein Zeichen das die Lösung zu Fett ist. Lieber nur einen3/4 Teelöffel von dem flüssigen Honig auf 120ml Wasser mit Malzextrakt ist es genau so da werden 5g auf 100ml Wasser angegeben, wenn das nach den sterilisieren trüb wird neu ansetzen und weniger nehmen.
Flümmis wachsen teilweise recht schnell, hatte bei manchen Sorten in 3-4 Tagen eine schöne Qualle im Glas. Eine Qual ist das abfüllen in Spritzen, Kanüle ging eigentlich nie so richtig bei mir. Das Glas habe ich richtig geschüttelt so das sich das Mycel oder besser die Fäden schön in der Flüssigkeit verteilen und auch ohne Kanüle so wie Walter es empfiehlt ist es schon manchmal ganz schön nervig wenn das Agarstück was zum beimpfen reingebracht wurde an der Spritze hängt.
Eine Praktische Sache ist so eine Flüssigkultur schon aber nur wenn man größere Mengen einer Sorten machen möchte.
Gruß Matthias

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8 Jahre 7 Monate her - 8 Jahre 7 Monate her #702 von pilz-kultur
pilz-kultur antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!

Pilzonkel schrieb: Ich bin beim Sorten Testen und das halt nur im kleinen, mir von 20 oder 30 Sorten eine flüssige Kultur machen ist da nicht sinnvoll.


Da gebe ich Dir recht Matthias , Flüssigmycel macht nur wirklich Sinn wenn man größere Mengen produzieren möchte....u. auch nur bei 1-2 Sorten....sonst wäre der Aufwand zu groß !

Trübungen u. Ausflockungen bei Malz u. Honig können auch bei zu langer Sterilisation bzw. zu großer Hitze auftreten ...die großen Produzenten verwenden aber sowieso andere Komponenten bei denen die Gefahr nicht besteht B) !

Einige Glasscherben im Flüssigmycelbehälter können hilfreich bei großen Quallen sein , die werden beim vorsichtigen Schütteln durch diese zerschnippelt ;) !

Morgen kommt endlich der angekündigte "Poor Mans Flüssigmycel-Tek"
Gruß
Walter

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8 Jahre 7 Monate her #705 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!
Habe echt keinen Plan was die Zuchtfarmen in Asien für ihre Flüssigkulturen nehmen, weiß nur das die Teilweise in Beuteln ihre Flummis ziehen.
Lignin könnte ich mir vorstellen, weiß aber nicht ob man das so zu kaufen bekommt?

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8 Jahre 7 Monate her #706 von pilz-kultur
pilz-kultur antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!

Pilzonkel schrieb: Habe echt keinen Plan was die Zuchtfarmen in Asien für ihre Flüssigkulturen nehmen, weiß nur das die Teilweise in Beuteln ihre Flummis ziehen.
Lignin könnte ich mir vorstellen, weiß aber nicht ob man das so zu kaufen bekommt?


Lignin eignet sich nicht :( ....einer der Hauptbestandteile findet in der Landwirtschaft Verwendung , hat eigentlich fast jeder Bauer am Hof...wenn er nicht gerade Bio produziert...sag nur Dünger :whistle: !

Gruß
Walter

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8 Jahre 7 Monate her #708 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!
Wenn die Antwort jetzt nicht Stickstoff ist verstehe ich nur noch Bahnhof?

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8 Jahre 7 Monate her #709 von pilz-kultur
pilz-kultur antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!

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...muss nicht jeder lesen :P ........


Gruß
Walter

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8 Jahre 7 Monate her #713 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!
Alles klar, darauf wäre ich nicht gekommen.
Gruß Matthias

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7 Jahre 10 Monate her #2036 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Aw: Herstellung von Flüssigmycel !!!
Da ich immer Schreibfauler werde hier mein Flummifilm.

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2 Jahre 10 Monate her #8722 von kolja
kolja antwortete auf Herstellung von Flüssigmycel !!!

pilz-kultur schrieb: Hallo Leute ,

hier mal eine bebilderte Kurzanleitung u. paar Tipps zur Herstellung von Flüssigmycel…Flümy !

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Wichtig ! Den Kolben nicht zu voll machen , da sonst nicht ausreichend Sauerstoff in die Lösung kommt , bei unserem 1L Kolben sind 500ml perfekt !!!

Stopfen aufsetzen u. mit Alufolie abdecken , anschließend etwa 20-30 Minuten bei 121°C autoklavieren.

Nach dem Abkühlen wird die Nährlösung mit 10-15 etwa 1x1cm großen Agarstückchen aus einer durchwachsenen Petri beimpft , der Kolben wieder verschlossen u. auf den Magnetrührer gestellt.
Ab jetzt wird bei mittleren Drehzahlen ständig gerührt , optimale Temperatur liegt zwischen 20-25°C

Was passiert ?

Durch die ständige Drehbewegung lösen sich kleinste Mycelfragmente von den Agarstückchen u. wachsen in der Nährlösung weiter , werden wiederum zerrissen u. bilden weitere Ausgangspunkte für neues Mycelwachstum…usw.

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Gruß
Walter



Hallo,
ich mache momentan ein Jugend forscht Projekt zu dem Thema und habe zwei Fragen:

Wie schnell sollte sich der Rührfisch drehen, damit der Pilz noch wächst?

funktioniert die Methode auch bei Ganoderma Lucidum?

Ich würde mich sehr über eine schnelle Antwort freuen, VG

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