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Hallo liebe Pilzbegeisterte!

Die neue Aktualisierung hat doch mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht. Es kann zu Anfangsproblemen kommt, aber es wird zur Zeit noch laufend daran gearbeitet.

Gleich zu Beginn möchte ich mich herzlich für die aufmerksamen Geister bedanken, die den ganzen Mist gelöscht haben. Von nun an können nur mehr registrierte Mitglieder Beiträge schreiben, dies geschah in der Hoffnung das Spam in Zukunft verhindert werden kann.

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Viel Freude mit dem neuen pilz-kultur Forum!

Brut aus verbrauchtem Substrat herstellen

4 Jahre 2 Wochen her #7781 von Vega
Hallo,

Ich bin neu in der Pilzzucht und am experimentieren.

Ist es möglich aus verbrauchtem Substrat neue Brut zu züchten?

Bzw. kann ich aus einzelnen Pilzen Brut herstellen ohne den Umweg über die Petrischale machen zu müssen?
Aggressiv wachsenden Arten evtl.?

Viele Grüße

vega

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4 Jahre 2 Wochen her #7782 von Floo
Wenn, dann solltest du gleich von der frischen Brut, nicht vom verbrauchten Substrat neue Reinkulturen überimpfen.

Ansonsten Fruchtkörper klonen, was nicht zwingend auf Petris stattfinden muss sondern auch direkt in ein Substratglas erfolgen kann

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4 Jahre 1 Woche her #7784 von Vega
Ja genau!
Fruchtkörper oder Teile davon ins Glas mit Brutsubstrat.
Gibt es Pilzarten bei denen das funktioniert?

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4 Jahre 1 Woche her #7785 von Floo
Wie gesagt kannst du das eigentlich bei so ziemlich allen Arten machen. Solange du steril arbeitest kannst du alle erdenklichen Substrate verwenden un darauf klonen, allerdings erhöht sich natürlich bei größeren Einheiten das Kontaminationsrisiko, die Erkennung von Kontaminationen wird auch deutlich erschwert, weiters kannst du natürlich pH und Nährstoffgehalte nicht so gut einstellen wie bei Agarnährböden um selektive Medien zu erhalten und weiters ist es auch nicht möglich durch weiteres überimpfen verunreinigte Reinkulturen aufzubereiten und von Kontis zu reinigen.
Natürlich lassen sich Petris auch bei weitem platzsparender lagern, was speziell bei der (gekühlten) langfristigen Lagerung vieler verschiedener Stämme sehr vorteilhaft ist.

Alles in allem spricht also viel dafür sich in die Nutzung von Agarnährböden einzuarbeiten, früher oder später steigt man sowieso darauf um.

Trotz all dieser Nachteile habe ich mit dieser Methode auch einige Jahre gearbeitet und konnte eigentlich so gut wie alle versuchten Arten erfolgreich direkt auf Substrate klonen. Gerade bei den einfachen, handelsüblichen Sorten (Shii, Pleurotus sp., Nameko, Buchenrasling...) die auch ausreichend dickes Fruchtfleisch besitzen um perfekt sterile Stücke rauszubekommen spricht für mich bei den ersten Gehversuchen in der STeriltechnik nichts dagegen diese Methode auszuprobieren.
Bei feingliedrigeren Fruchtkörpern (Flammulina, Kuehneromyces...) wird es allerdings schon recht schwierig beim ersten Versuch ein steriles Stück Fruchtfleisch herauszuoperieren um ohne spezielle Nährböden und weiteres Überimpfen zum Erfolg zu kommen. :P

Beste Grüße

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4 Jahre 1 Woche her #7798 von Vega
@Floo: vielen Dank für deine ausführliche Antwort und für deine Gabe sich noch in einen Anfänger reinzudenken! Besonders dein Kommentar zu deinen Anfängen ermutigt mich die simple unsterile Vermehrung auszuprobieren.

Mit Stücken aus dem Stiel vom Sommer-Austernseitling habe ich meine ersten kleine Erfolge. Sie wachsen auf Kaffeesatz erfolgreich an. Der Kaffeesatz war frisch und das Glas habe ich mit Spiritus ausgewaschen. Im Deckel ist ein Loch mit Aquarienfilterwatte.

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4 Jahre 1 Woche her - 4 Jahre 1 Woche her #7799 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Brut aus verbrauchtem Substrat herstellen
Bei Wikimedia gibt es in Deutsch kostenlos ein sehr gutes pdf, um sich mit der Welt der Pilzzucht vertraut zu machen.

upload.wikimedia.org/wikibooks/de/c/ce/Pilzzucht.pdf

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4 Jahre 1 Woche her #7802 von Floo
Sorry, ich habe natürlich trotzdem von sterilen Substraten gesprochen! Unsteriles Arbeiten ist gerade am Anfang wie ich finde eigentlich schwieriger und vor allem deprimierender als sich in sterile Arbeitsweisen einzuarbeiten.

Lies dir am besten mal das .pdf durch, darin sind die ersten Schritte gut und einfach verständlich ausgeführt.
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