Frage zu Substratbruten...

6 Jahre 11 Monate her #4800 von Frank-20011
Frage zu Substratbruten... wurde erstellt von Frank-20011
Hallo,

verschiedentlich wurde mir ja immer wieder zu Substratbruten, aufgewertete Buchenholzhäcksel mit Kleie, geraten.
Hauptargument war das geringere Kontaminationsrisiko zu, den von mir bisher -fast- ausschließlich verwendeten, Körnerbruten.

Ist das wirklich so, ich meine Holz, gemischt mit einem Getreideprodukt, warum sollte darauf eine landene Schimmelspore, ein Bakterium, eine Hefezelle schlechter keimen als lande sie in einem Glas Getreide?

Ist es wirklich so, dass auf Holz/Kleie landende Keime langsamer und/oder unwahrscheinlicher wachsen/auskeimen als auf Getreide?

Danke und Grüße!

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6 Jahre 10 Monate her #4830 von Frank-20011
Frank-20011 antwortete auf Frage zu Substratbruten...
Hallo,

hat niemand was zu den Substratbruten zu sagen? Ich dachte ihr wärd so begeistert davon ;-)

Grüße!

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6 Jahre 10 Monate her - 6 Jahre 10 Monate her #4831 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Frage zu Substratbruten...
Ich habe noch nie Substratbruten verwendet.

Ich verwende wenn immer möglich Gras-Samen als Brut. Bisher sind mir Bruten mit Gras-Samen noch kein einziges Mal kontaminiert,
was ich darauf zurückführe, dass Gras-Samen im Gegensatz zu Getreide keine löslichen Zucker enthalten.

Man sollte darauf achten, dass die Gras-Samen einen möglichst hohen Prozentsatz an Lolium perenne enthalten.
(Deustche Namen: Ausdauernder Lolch, Weidelgras, Raygras)

Hier ein Foto von kompostiertem Pferdemist der mit Gras-Samen-Brut des dunkelrandigen Düngerlings beimpft wurde.
Von Kontaminationen keine Spur, obwohl der kompostierte Pferdemist nicht sterilisiert wurde!


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Gruss
Gerhard

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6 Jahre 10 Monate her - 6 Jahre 10 Monate her #4832 von phantom001
phantom001 antwortete auf Frage zu Substratbruten...
Hallo

Entschuldige bitte die späte Antwort bin erst jetzt wieder zum schauen gekommen.

Kann Gerhard da nur zustimmen !

Und ich denke es geht Frank hier um die klassische Körnerbrut mit Getreide.

Getreide enthält leider viel Zucker.

Klar landen auf der Holz, Kleie Mischung auch Kotis nur sie keimen dort schlechter weil ihnen da nicht so viel Zucker und andere Stoffe geboten werden die beim Zersetzen des Getreides vorhanden sind.

Den Pilzen macht das recht wenig aus da sie auch ohne viel Zucker wachsen und dafür andere Nährstoffe finden.

Einfachste Frage was macht man um einen Gärungsprozess zu starten ?

Man nimmt das was man vergoren haben will mischt das ganze mit wasser und eventuell Hefe um es zu beschleunigen und füttert den ganzen Zucker wenn nicht schon genug vorhanden ...

Buchenholz Kleie ist deshalb für mich eine gute Wahl weil ich es umsonst bekomme und eben Konti resistenter da Holz und nur die schalen der Körner (Kleie).
(Würde aber auch Getreide umsonst bekommen der Vorteil wenn man Pferde hat und die Futterkammer plündern kann :-) )

Wobei Kleie ansich auch anfällig ist deshalb ja unbedingt alles Autoklavieren wo Kleie dabei ist aber eben nicht so anfällig wie das ganze Korn.

Hatte mit der Substratbrut bis jetzt noch nie ärger im Gegensatz zur Körnerbrut ...

Finde das mit der Körnerbrut allgemein lustig schaust du bei uns in Europa findest du sie komischer weise sehr häufig.

In Amerika oder Asien hingegen so gut wie gar nicht obwohl Amerika das Getreideland schlecht hin ist.

Stamets zb. geht zwar in seinen Büchern unter anderen auf die Körnerbrut ein verwendet aber selbst nur Raygras also Lolium perenne.

Warum weil es viele Nährstoffe für die Pilze bietet aber so gut wie gar keine für Kontis.

Auch ich würde Weidelgras als erste Wahl nehemen gefolgt von Holzbrut (Holz Kleie) und als letzte Alternative die klassische Körnerbrut.

Da Weidelgras mir nicht gratis zu Verfügung steht Holz und Kleie jedoch schon bleib ich bei dem bewährten Rezept.

Auch ist es mit den Grassamen so ne sache Weidelgras wird bei uns eher selten verwendet da muß man sich meist schon im Saatguthandel umschauen und Glück haben da viele den Grassamen schon fungizide bei mischen.

Aber wenn man eie gute Quelle hat gibts glaub ich nix besseres ist halt auch eine frage vom Preis und was man eh schon herum liegen hat ;)

lg
Patrick

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6 Jahre 10 Monate her #4838 von Frank-20011
Frank-20011 antwortete auf Frage zu Substratbruten...
Hallo,

danke für eine Tipps...werde das demnächst umsetzen!

Gedruckte Amiliteratur habe ich noch nie gelesen und wenn ich mal was von Grassamen las, dann dachte ich immer, es würde bei der jew. Art verwendet, weil sie es benötigen würde.

Danke und Grüße!

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6 Jahre 10 Monate her - 6 Jahre 10 Monate her #4852 von Hauke
Hauke antwortete auf Frage zu Substratbruten...
Ich arbeite nur mit Getreidebrut. Ich denke es kommt mehr auf Übung, Arbeitsweise und Equipment an ob man Probleme mit Kontis hat. Ich kann das so nicht bestätigen, aber da scheiden sich wahrscheinlich die Geister. Flüssigkulturen werden auch oft für zu kontianfällig gehalten..

Ich kann mir nur vorstellen, dass bei der Herstellung von Substratbrut weniger Kontis auftreten, da man topspawning macht und quasi ne fast geschlossene Schicht Brut aufträgt, die dann nicht untergemischt wird. Bakterien und Schimmelsporen werden dann sofort vom Myzel umschlossen und unschädlich gemacht. Da gabs mal n Viedeo auf youtube von Chinesen, die im großen Stil aufgewertes Shiitakesubstrat hergestellt haben und das "open air" beimpft haben (topspawning), konnte erst nicht glauben dass das geht..

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6 Jahre 10 Monate her #4864 von phantom001
phantom001 antwortete auf Frage zu Substratbruten...
Also das man nicht gut mit Körnernbrut arbeiten kann hat keiner bestritten ganz im Gegenteil.

Und ja jeder soll mit dem arbeiten was einen besser liegt ... wichtig ist das es Funktioniert.

Hier ist es eher darum gegangen was im Falle des Falles anfälliger ist und das sind aus meiner Sicht die naßen Körner.

Kann das auch fast täglich im Stall (Perde) beobachten wird mal Holzstreu naß und liegt in ner Ecke dauert es recht lange bis sich da sichtlich was tut ...

Bleibt mal naßes Körnerfutter über gärt oder schimmelt es spätestens am nächsten Tag.

Es sind halt die Inhaltsstoffe (vor allem Zucker) die das Konti Wachstum mehr oder weniger begünstigen.

Ich arbeite nicht Topspawnig meine Blöcke werden durchmischt und die Brut wird meist von der Petri beimpft also nur daran kann es nicht liegen das ich seit der Umstellung einfach (obwohl es mit den Körnern auch gut gelaufen ist) so gut wie keinen Ausfall mehr hatte.

Das mit dem Shii kann ich mir schon vorstellen wenn das Substrat drunter steri wurde und die Brut gut durchwachsen ist und komplett abdeckt ... duchwachsenes Material hat ja eine gute Konti resistenz sonst könnten wir unsere Blöcke ja auch nicht offen stehen lassen und durch die große Menge wird der Rest schnell durchwachsen somit haben die Kontis da auch weniger Chancen ...

lg
Patrick

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