Von der Natur abschauen oder einfach nur eine Spin

6 Jahre 11 Monate her #4149 von Pilzonkel
Von der Natur abschauen oder einfach nur eine Spinnerei?

Wie ein jeder von euch weiß kann man ja nur Pilze züchten die Folgezersetzer (Saprobiont) sind.
Teilen wir sie doch mal auf in primär und sekundär Zersetzer.
Die primär Arten, oder leichter zu verstehen die Arten die direkt an Holz fruchten.
Das sind in der Hauptsache die Arten mit denen wir uns beschäftigen.
Austern, Shiitake , Nameko und einige andere sind unser Zuchtziel, weil sie noch einiger maßen einfach zu züchten sind. Je länger aber die Reifephase der einzelnen Zuchtsorten ist, desto schwieriger ist es Erfolg zu haben.

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Aber das ist nicht der Sinn dieses Beitrages sondern eben die Arten die man rein von der Theorie heraus anbauen könnte.
Nehmen wir mal die Krause Glucke, im Kulturpilzforum gibt es einen User der die mit Erfolg kultiviert auf Substrat und auf Holzstumpen. Das Problem man braucht Kiefern/Douglasien Holz bzw. Späne und dann auch lange Geduld, denn die Reifezeit lag bei ihm schon bald bei einen Jahr.
kulturpilz.de/viewtopic.php?f=74&t=2787
kulturpilz.de/viewtopic.php?f=74&t=3616
Weiter geht es mit den Rauchblättrigen Schwefelkopf, noch nie was von Zuchterfolgen gehört obwohl man von dem zumindest noch Dübelbrut bekommt. Liegt es vielleicht daran das der wiederum nur an Fichte wächst, ich weiß es nicht.
Dann gibt es noch Arten die nur an Eichen wachsen, Breitblättrige Glucke, Eichhase und Klapperschwamm. Letztere lässt sich ja noch züchten aber die ersten beiden???
Eichhase gibt es bei uns Wild nicht, aus den ganz einfachen Grund der braucht Kalkhaltigen Boden. Ich selber kenne nur Fundberichte wo der Eichhase aus Wurzel heraus fruchtet, also rein logisch das Holz bzw. Substrat braucht Erdabdeckung und solch eine die Kalkboden nachempfunden wurde, vermute ich jedenfalls.
Wässriger Mürbling auf Birke

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Stockschwämmchen auf Birke

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Samtfußrübling auf Weide

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6 Jahre 11 Monate her #4150 von Pilzonkel
Nun möchte ich aber zu der großen Gruppe der sekundären Zersetzer kommen.
Na was geht so bei uns Züchtern?
Na logisch Braunkappen, Schopftintling und natürlich die Zuchtchampis und wer die champis hin bekommt der schafft wohl auch den Violetten Röttelritterling?
Ok, mit etwas Glück Morchel auf Kiefernrindenmulch.
Aber was verdauen all die anderen Arten,
Mir fällt da nur ein natürlicher Kompost von Laub, Gras/Stroh, Holz/ Nadeln von verschiedenen Nadelbäumen und Dung von Tieren.
Im Prinzip fast die Zusammensetzung von terra preta ?


Parasol auf einer Wiese, Laub, Gras?

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Wohl Laub,
kulturpilz.de/viewtopic.php?f=51&p=26606#p26606

Lilastiel Ritterlinge , auf Kuhweide, Dung, Gras?

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Riesenkrempen Trichterling, Gras, Nadeln, Laub?

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Büchelrasling, Laub, Gras?

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Ihr könnt gerne mit spinnen
Gruß Matthias

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6 Jahre 11 Monate her #4153 von Sporulator
Hallo Matthias

Danke für die schönen Fotos! Deine Kulturen sehen ja absolut perfekt aus. Da steckt viel Arbeit drin. :cheer:

Wäre sehr schön, wenn man endlich einen Weg finden würde, um die Krause Glucke in einem
vernünftigen Zeitrahmen zum Fruchten zu bringen. In Asien sind sie mittlerweile so weit, dass es
"nur" noch 3-4 Monate dauert, von der Impfung des Substrats bis zur Ernte.

Im Moment bringe ich Sporen der Krausen Glucke zum Keimen und hoffe, dass sich irgendwann auf einer
Petrischale ein schnell wachsender Stamm zeigt.

Gruss
Gerhard

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6 Jahre 11 Monate her #4156 von Pilzonkel
Ja Gerhard in Asien sind die Züchter halt viel weiter, aber wohl auch darum weil der Markt da ist.
Die auch bei uns angebotenen Bärentatzen (White Fungus) sind aber nicht getrocknete Glucken sondern Silberohren!
Das man Glucken züchten kann haben wohl schon die Kollegen von Kulturpilz gezeigt und auch einiges dazu verraten.
Als Substrat 80% Späne von Kiefern und 20%Kleie, 4 Monate hat bei seinen Subtrat wohl auch gereicht (die Stämme dauerten länger).
Die Temperaturen lagen bei ihm immer zwischen 20-24°C, das sind doch schon mal gute ansatz Punkte zum nach machen?
Gruß Matthias

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6 Jahre 11 Monate her #4159 von Hauke
Für die Krause Glucke gibt es in Europa sicherlich auch nen Markt in der gehobenen Gastronomie, aber die Kulturzeit darf nat. nicht so ewig lang sein. Außerdem muss für kommerzielle Züchter das Ergebnis planbar sein und wer möchte schon gerne 6-9 Monate warten ohne sicher zu sein, dass es klappt..

Gruß Hauke

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6 Jahre 11 Monate her #4171 von Pilzonkel
Ja Hauke das könnte schon sein das man Glucken gut vermarkten kann, Tukker hat es ja in 4 Monaten geschafft die zum fruchten zu bekommen.
Da Hilft nur viel Zeit zu Opfern und zu probieren.
Gruß Matthias

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6 Jahre 11 Monate her - 6 Jahre 11 Monate her #4175 von pilz-kultur
Hi Matthias ,

da spinne ich gerne mit..paar Gedankengänge von mir !

Wenn man beginnt einen bislang noch nicht kultivierten Pilz zu züchten wird man sich sicherlich erstmal an der "Natur" orientieren....welches Substrat wird bevorzugt besiedelt...wann u. bei welchen Jahreszeiten/Temp. wächst der Pilz !

Da sind wohl die grundlegensten Parameter für eine erfolgreiche Kultivierung...aber man sollte flexibel sein u. auch unbeschrittene Wege betreten , sprich genauso unberechenbar wie die Natur agieren....

Schopftintling ein Sekundärzersetzer...überwiegend ja...geht aber auch auf Substraten..... u. sogar sehr gut die eigentlich Primärzersetzer vorbehalten sind...Buche+Kleie.....die Übergänge zwischen Primär u. Sekundärzersetzern sind fließend , dass Pendel schwingt in beide Richtungen ! B)


Der Südliche Schüppling...da kenne ich nur Funde an Laubholz....wächst aber auch auf Nadelholzsubstraten....etc....solche Ergebnisse müssen natürlich reproduzierbar sein...Einmalerfolge sind zu hinterfragen ! ;)

Das wären ein paar meiner Strategien.....abgesehen von der Glucke kostet das natürlich immer Zeit u. Aufwand...ist aber auch eine sehr spannende Sache u. wir Züchter lieben ja die Herausforderung :cheer: !

LG
Walter

We must be mushrooms , for they keep us in the dark and feed us dung :-) !

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6 Jahre 11 Monate her #4193 von Pilzonkel
So wie du es schreibst Walter ist es.
Wir graben ja auch auch keine Wurzeln von Disteln aus um KS anzubauen und der würde in Natur nie auf Holzstämmen werden.
Du selbst hast ja mal geschrieben abgetragene Substrate von Austern aufzuwerten zu sterilisieren und Champis drauf zu züchten, macht aber wohl kaum einer selbst ich nicht fliegt auf den Kompost Schade eigentlich.

Der Wollige Scheidling ist auch so ein Beispiel, eigentlich wächst er ja auf Holz doch ist mir ein Bild im Kopf wo die Teile (wild wohlgemerkt) auf einen großen Strohhaufen gewachsen sind.
Man müsste sich das wirklich alles mal aufschreiben was man so sieht!
Gruß Matthias

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