Es Herbstelt.....

5 Jahre 1 Monat her - 5 Jahre 1 Monat her #7586 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Es Herbstelt.....
Sicher kann man die essen, in der Schweiz stehen sie sogar auf der Liste der Speisepilze.

Leider werden sie in vielen Büchern als minderwertig bezeichnet, was mit Sicherheit nicht zutrifft.

Zubereitung 1)

Die Pilze in der Mitte durchschneiden, um zu sehen, ob sie innen noch weiss sind.
Die Pilze in Butter braten, zusammen mit gehackten Zwiebeln und Petersilie und nach belieben Salz und Pfeffer.

Zubereitung 2)

Die Pilze in Sonnenblumenöl braten mit gehackten Zwiebeln und nach belieben Salz und Pfeffer.
Nachdem (!) die Pilze fertig gebraten sind, Paprikapulver (mild oder scharf) über die Pilze streuen,
danach Sahne oder saure Sahne (je nach Geschmack) darüber giessen und das ganze mit der Kelle gut vermischen.

Aber natürlich musst du dir, bevor du sie isst, die Identität der Pilze von einem Pilzfachmann bestätigen lassen,

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5 Jahre 1 Monat her - 5 Jahre 1 Monat her #7587 von Sporulator
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5 Jahre 1 Monat her - 5 Jahre 1 Monat her #7588 von thestick
thestick antwortete auf Es Herbstelt.....

Aber natürlich musst du dir, bevor du sie isst, die Identität der Pilze von einem Pilzfachmann bestätigen lassen,


Hier in der Gegend bin ich derjenige welcher ;)
Ackerschirmlinge gibts hier auch zuhauf. Glucken leider nicht :(
Schönes sauberes Exemplar!

lg Ralf

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5 Jahre 1 Monat her #7590 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Es Herbstelt.....
Lange gesucht, endlich gefunden! :cheer: Eine Glucke, die an Weisstanne fruchtet und nicht wie meistens an Kiefer.

Es gibt Gerüchte im Internet die besagen, dass das Myzel von Glucken die an Weisstannen fruchten schneller wachsen soll,
als das Myzel jener Glucken die an Kiefern fruchten und dass es sich möglicherweise um verschiedene Arten
handelt. Da kann letztendlich nur eine DNA-Analyse Aufschluss geben darüber.

In den letzten Jahren ist man mit Hilfe von DNA-Analysen zur Erkenntnis gekommen, dass es mehr Arten
von Sparassis gibt als früher angenommen. Unten auf der Grafik kann man sehen, wie die bisher bekannten Arten
von Sparassis genetisch miteinander verwandt sind.

Gruß
Gerhard


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5 Jahre 4 Wochen her #7591 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Es Herbstelt.....
Hallo Gerhard
Immer wieder Interessant deine Beiträge und auch deine Zuchtversuche :cheer:
Ich gebe es ehrlich zu die letzte Glucke hab ich vor 2 Jahren gesehen aber nicht geerntet.
Mir fehlt einfach die Zeit sammeln zu gehen :S

Nun es gibt aber keinen Zweifel das sich die Teile züchten lassen, ich las einen Beitrag wo sie auf Kiefernspäne gefruchtet haben und natürlich Stammets der sie auf Douglasienspäne kultivierte.
Ich habe schon mal die aussage gehört das die Glucken auch auf Buche wachsen würde, der Herr ist sogar ein sehr aktiver Pilzberater. Ich bezweifle das aber, es sei denn es gibt da wirklich verschiedene Unterarten?

Jetzt bin ich natürlich gespannt ob dir die klonerei der Glucke erfolg bringt.
Gruß Matthias

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5 Jahre 4 Wochen her - 5 Jahre 4 Wochen her #7594 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Es Herbstelt.....
Hallo Matthias

Die Aussage des Pilzberaters bezieht sich vielleicht auf Sparassis brevipes, die unter drei verschiednen deutschen Namen
bekannt ist: Eichenglucke, Tannenglucke, Breitblättirge Glucke. Sie wächst auch an Eichen und einige Leute behaupten auch an Buchen.

Ich persönlich glaube allerdings, dass es sich bei den Glucken die an Eichen wachsen und vielleicht auch an Buchen nicht wirklich um Sparassis brevipes handelt.
Ich vermute, dass eine DNA-Analyse ergeben würde, dass es sich um verschiedene Arten handelt.

Ich habe ohnehin den Verdacht, dass es viel mehr Unterarten der Glucken gibt als bisher bekannt.

Hier noch einige Fotos aus Asien von Sparassis latifolia.
Leider ist diese Art, was den Geruch und Geschmack betrifft, eindeutig minderwertiger als die Krause Glucke (Sparassis crispa).
Trotzdem finde ich die Fotos eindrücklich und inspirierend.

Gruß
Gerhard






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5 Jahre 3 Wochen her #7598 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Es Herbstelt.....
Das ist wirklich beeindruckend :ohmy:
Gezüchtet könnten die ja auch besser sein???
Gruß Matthias

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5 Jahre 3 Wochen her - 5 Jahre 3 Wochen her #7609 von Floo
Floo antwortete auf Es Herbstelt.....
Hallo Gerhard,

dürfte ich fragen wie deine Erfahrungen im Bezug auf die Speisequalität von S. brevipes sind?

Hier wächst die Tannenglucke nicht selten, allerdings habe ich sie noch nie gekostet, weil sie in der meisten Literatur als deutlich minderwertig im Vergleich zur Krausen, bzw als ungeniesbar, beschrieben wird.


Grundsätzlich halte ich die Tannenglucke für interessanter was den Anbau betrifft, vor allem weil ich sie regelmäßig auch auf Totholz, teils direkt auf mehrere Jahre alten Tannenstrünken, finde. Einen Fundort habe ich, wo sie zuerst mindestens zwei Jahre parasitierend an der Basis einer Tanne wuchs, allerdings bis in diese Saison weitergefruchtet hat. Der Baum wurde jedoch bereits im Winter 12/13 gefällt.

Beste Grüße

P.S.: mein Trip ins Burgenland war leider nur mäßig erfolgreich, für einen Besuch der Edelkastaniengebiete blieb mir leider keine Zeit. Allerdings konnte ich zumindest einen H. coralloides finden.
Vom Tannenstachelbart hingegen gibt es positives zu berichten. Inzwischen ist es mir gelungen eine reine Kultur zu gewinnen, und die nächsten Tage werde ich mal den ersten Versuch starten.

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5 Jahre 3 Wochen her - 5 Jahre 3 Wochen her #7610 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Es Herbstelt.....
Hallo Floo

Ich habe Sparassis brevipes schon öfters gegessen und ich finde diesen Pilz überhaupt nicht minderwertig. Der Geschmack ist sehr "pilzig."

Dass ich mit dieser Meinung nicht allein bin sieht man schon daran, dass die Tannenglucke in der Schweiz auf der amtlichen Liste der Speisepilze steht:

www.admin.ch/opc/de/official-compilation/2002/781.pdf

Es wurden in der Schweiz auch schon Forschungen zum Anbau der Tannenglucke und anderer Pilzarten durchgeführt, doch leider ist den Leuten
das Geld ausgegangen bzw. man hat keinen Investor gefunden:

www.champignons-suisses.ch/File/Medienar...uer/doss-pilze-2.pdf


Ich habe allerdings den Verdacht, dass es sich bei den Glucken, die von unseren Pilzberatern regelmässig als Sparassis brevipes identifiziert werden,
manchmal auch um etwas ganz anderes handeln könnte. Ich vermute, dass sich in unseren Wäldern noch ganz andere Glucken "herumtreiben" könnten
als nur Sparassis cripsa und Sparassis brevipes. So kommt z.B. Sparassis latifolia nicht nur in Asien, sondern auch in Russland vor.
Warum sollte diese Art sich nicht auch gelegentlich in Europa zeigen?

Ich würde z.B. nicht mein Leben darauf verwetten, dass diese Glucke, die ich vor einigen Wochen gefunden habe, wirklich Sparassis brevipes ist.
Vom Aussehen her könnte es auch Sparassis latifolia oder Sparassis radicata sein.





Auf dieser Petrischale habe ich Myzel dieser Glucke zusammen mit Myzel von Sparassis crispa (links) kultiviert.
Man sieht, dass das Myzel dieser Glucke wesentlich schneller wächst, als jenes von Sparassis crispa.
Interessant ist auch, dass sich bis jetzt keine richtige Abgrenzung zwischen den Myzelien dieser beiden Arten gebildet hat.




Wünsche dir viel Erfolg mit deinen Stachelbärten! :)

Gruß
Gerhard

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5 Jahre 3 Wochen her #7611 von geer
geer antwortete auf Es Herbstelt.....
Hallo,
im vorigem Jahr habe ich mal einen Versuch mit dem Violetten Rötelritterling unternommen.
Habe einfach mal ein paar im Wald gefundene Exemplare mit Mycel in einen von meinen Blätter - Reisighaufen vergraben.
Hatte gar nicht mehr dran gedacht, doch heute habe ich zufällig diese Entdeckung gemacht.

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Wenn das wirklich so gut geht beimpfe ich die anderen Haufen auch noch.

Viele Grüße
Gerhard (Geer)

P.S. Meine Renovierungsarbeiten sind bald abgeschlossen dann werde ich mich wieder mehr hier im Forum beteiligen.
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5 Jahre 3 Wochen her #7612 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Es Herbstelt.....
Schönes Exemplar :) Ist bei mir auch schon so gelaufen, dass jene Pilzkulturen die ich links liegen gelassen
und vergessen hatte am besten gefruchtet haben.

Gruß
Gerhard

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5 Jahre 1 Woche her - 5 Jahre 1 Woche her #7667 von Sporulator
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5 Jahre 1 Woche her #7669 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Es Herbstelt.....
Ist das ein Mönchskopf? Wenn ja hast du geklont?

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5 Jahre 1 Woche her #7670 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Es Herbstelt.....
Hallo Matthias

Ja, ist ein Mönchskopf. Ich habe schon einige Male versucht Mönchsköpfe zu klonen.

Sie sind zwar jeweils angewachsen, aber das Myzel wächst unsäglich langsam. :(

Gruß
Gerhard

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5 Jahre 1 Woche her #7672 von Pilzonkel
Pilzonkel antwortete auf Es Herbstelt.....
Wächst langsam, wie bei so vielen Wildklonen :(
Ich hatte mal eine Reinkultur von Clitocybe maxima bekommen, der ja dem Mönchskopf sehr ähnlich sieht.
Das Myzel sah komisch aus und hab es deshalb nicht weiter erhalten.
Gruß Matthias

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