Sparassis brevipes (Tannenglucke) auf Agar

4 Jahre 7 Monate her - 4 Jahre 7 Monate her #7811 von Sporulator
Sparassis brevipes (Tannenglucke) auf Agar wurde erstellt von Sporulator
Sobald der Agar vollständig besiedelt ist, versucht die Tannenglucke auf dem Agar Fruchtkörper zu bilden. :cheer:

Ich werd noch nicht recht schlau aus diesem Pilz. Auf Agar wächst das Myzel etwa drei Mal so schnell, wie das
Myzel der Krausen Glucke. Wenn man das Myzel jedoch auf Substrat (Sägemehl/Weizenkleie) überträgt,
dauert es sehr lange, bis es wieder auswächst.

Gruß
Gerhard





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4 Jahre 7 Monate her #7812 von Floo
Hallo Gerhard,

wie üblich sehr beeindruckend was du hier zeigst. Bin schon wirklich gespannt darauf wie lange du brauchst bis sie auch auf Substraten fruchten.

Hast du beim übretragen auf Substrat nur Probleme in der Anwachsphase oder verläuft die Besiedlung allgemein langsam? Ich hatte beim Safranschirmling auch das Problem, dass er nach dem überimpfen einige Wochen gebraucht hat bis er anfing das Substrat mit halbwegs zufriedenstellender Geschwindigkeit zu besiedeln. Mit einem Zusatz von 5g Substrat (trocken) je Liter Agarlösung konnte ich diese Zeitspanne fast halbieren.

Benutzt du eigentlich Buchensägemehl oder Nadelholz?

Beste Grüße

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4 Jahre 7 Monate her - 4 Jahre 7 Monate her #7813 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Sparassis brevipes (Tannenglucke) auf Agar
Hallo Floo

Nachdem das Myzel vom Agar ins Substrat übertragen wird, dauert es etwa zwei Wochen, bis es wieder auszuwachsen beginnt.

Es wächst dann zwar immer noch deutlich schneller, als die Krause Glucke auf Substrat, aber nicht mehr so schnell wie auf Agar.

Vielleicht sollte ich mal versuchen, das Substrat mit der Agar-Nährlösung zu tränken, statt mit Wasser.

Beim Substrat handelt es sich um Holzpellets. Laut Angaben auf dem Beutel stammen die Holzpellets von Fichte und Weisstanne.

Gruß
Gerhard

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4 Jahre 7 Monate her #7814 von Floo
Interessant, beim Safranschiermling brauchte es immer einige Wochen Akklimatisationszeit, danach ging es jedoch relativ zügig dahin.

Die Idee mit der Nährlösung ist sicher eine Gute. Evtl braucht er einfach länger um große Kohlehydrate aufzuspalten und reagiert positiv auf eine Zugabe von leichter verfügbaren Nährstoffquellen.
Ich konnte vor einiger Zeit sehr positive Effekte auf die Wachstumsgeschwindigkeit des "Dornigen Überschallfliegers" durch die simple Zugabe von 1%mT Saccharose im Endsubstrat feststellen. Die Substrate waren fertig durchwachsen nach "nur" 7 Wochen, immerhin drei Wochen schneller als meine bisherige Bestzeit.

Beste Grüße

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4 Jahre 7 Monate her #7815 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Sparassis brevipes (Tannenglucke) auf Agar
Interessant, dass der Dornige so reagiert auf die Zugabe von Saccharose.
Ich gehe mal davon aus, dass die Zugabe von leicht verwertbaren Kohlehydraten wie Saccharose, Glucose, Maltose
ins Endsubstrat auch bei der Kultur von anderen Pilzarten zu einer Beschleunigung des Myzelwachstums führen würde.
Das einzige Problem dabei ist, dass bei Zugabe von leicht verwertbaren Kohlehydraten im Endsubstrat die Gefahr von Kontaminationen steigt.

Ich nehme an, du hast den Dornigen geklont. Ich habe mehrmals Sporen des Dornigen gekeimt und es hat jedelsmal rund zwei Monate
gedauert, bis die Sporen gekeimt haben und nur etwa 5-10% der Sporen haben gekeimt.

Gruß
Gerhard

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4 Jahre 7 Monate her #7818 von Floo
Ja, der Dornige ist ein Klon von meinem Wildfund von 2015, den ich auch schon mal erfolgreich fruchten konnte. Er ist zwar immer noch ziemlich langsam unterwegs, allerdings bringe ich ihn schrittweise zu einem zumindest etwas schnelleren Wachstum.

Bei anderen Arten konnte ich den Effekt nur bedingt beobachten. Bei Shiitake und Nameko habe ich das Gleiche versucht und mir ist schon vorgekommen, dass das Mycel agressiver und dichter gewachsen ist, Durchwachszeit lag hier jedoch wie üblich bei 5-7 Tagen.
Bei A. augustus hingegen, einem weiteren meiner Problemkandidaten, konnte ich im direkten Vergleich keine große Veränderung im Verhalten erkennen, weder bei Zusatz von Saccharose noch bei Glucose.

Mit dem erhöhten Kontaminationsrisiko hast du natürlich recht. Ich musste die Sterilisationszeit um 25% erhöhen im Vergleich zu normalen Substraten um ähnlich konstante Ergebnisse zu bekommen, zumindest bei den langsamen Arten.

Beste Grüße

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