Dunkelrandiger Düngerl., Panaeolus cinctulus Frage

7 Jahre 1 Woche her #4365 von Frank-20011
Hallo,

direkt HIER im Forum hab ich komischerweise keinen Beitrag über den kleinen gefunden obwohl er ja, wie im Shop ersichtlich schnell und rel. einfach züchtbar ist, auch auf Agar schon seine typischen, wenn auch kleinen Sklerotien bildet.

Ja-nun zur Frage: ich hab mir einen Liter Körnerbrut von ihm gekauft, schon mit Sklerotien erkennbar aber durch den Transport praktisch wieder Korn von Korn zerkrümelt...mangels HEPA bzw. freier Petris wollte ich die lose Körnerbrut erstmal bei Licht und Zimmertemp. IM Beutel, ungeöffnet wieder zusammenwachsen lassen damit sich das Mycel reaktiviert, evtl. fruchtet damit ich Sporen gewinnen kann bzw. ich midestens Zeit gewinne um freie Petris und den funktionierenden Filter zur Hand zu haben.

Ein Teil der Körner folgte auch meinen Vorstellungen, ist nun gute zwei wochen später wieder eine kompakte Mycelmasse.
In dieser Masse, etwa mittig, sind aber reichlich lose Körner eingebettet, sie überwachsen nicht mit Mycel, schimmeln aber auch nicht, bilden keine schleimigen, verfärbten Ausscheidungen.
Den Mycelblock kann man sich als U vorstellen, mittig sind dann etwa 20% der Gesamtmenge als lose Körner eingebettet.

Wie würdest du Walter, wie würdet ihr vorgehen.
Eigentlich sind ja keine Verkeimungsanzeichen sichtbar, auch riechen kann ich nix.

-Soll ich noch warten bis Filter und zugekaufte Petris da sind
-soll ich den Mycelblock abtrennen und ihn in neuem Gefäß evtl zur Fruchtung bringen
-könnte ich das scheinbar intakte Mycel evtl. mit Stroh od. gar Holz vermengen um so verkeimungsunanfällige Brut zu haben.

Ist der Beutel verkeimt, wie lässt sich das ausbleibende Rebesiedeln erklären?

Grüße!

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7 Jahre 1 Woche her - 7 Jahre 1 Woche her #4374 von phantom001
Hallo Frank,

Auch hier bin noch Anfänger in der Pilzzucht also alle Angaben ohne Gewähr :-)

Also nach dem was ich bis jetzt alles mitbekommen hab kann es x verschiedene Gründe haben warum der Bereich nicht besiedelt wird.

- Kontamination ... (muss man nicht unbedingt sehen / riechen)(häufigste Ursache)
- Irgendwelche anderen Stoffe in dem Teil der Brut die das Myzel abblocken ...
- Weniger Nährstoffe in diesen Bereich und das Myzel besiedelt zuerst die anderen Regionen ...
- Eine Laune der Natur oder in dem Fall des Myzels ...
etc.

-Soll ich noch warten bis Filter und zugekaufte Petris da sind
Wenn es die Brut noch aushält würde ich sie auf jeden Fall so lassen bis der Hepa fertig ist ! oder notfalls wenn es nicht mehr geht eine schnell gebaute Glovebox verwenden oder wenn alles Stricke reißen über Wasserdampf alles andere wäre unsteriles Arbeiten und erhöht natürlich die Konti Gefahr auf der neuen Brut, der Kultur etc.

-soll ich den Mycelblock abtrennen und ihn in neuem Gefäß evtl zur Fruchtung bringen

Abtrennen und einen fruchtversuch starten würde ich nicht machen kenne die Art nicht aber könnte sein das die Nährstoffe in der verbleibenden Brut nicht bis zum Fruchten reichen !? , die Menge einfach zu klein ist und austrocknet etc. etc.

-könnte ich das scheinbar intakte Mycel evtl. mit Stroh od. gar Holz vermengen um so verkeimungsunanfällige Brut zu haben.
Ja kannst du nennt sich Brut zu Brut oder Grain to Grain ! Aber ohne Hepa Glovebox etc. siehe Punkt 1 ist die Gefahr das du dort dann eine Konti drinnen hast recht bis sehr hoch.

Generell bietet dir eine Brut aus meiner Sicht folgende Möglichkeiten:

- Mit Substrat vermischen (Kultur anlegen) und zum Fruchten bringen. (Verzehr)(Sporen)(Fruchtkörper zum Klonen)

- But zu Brut
Also einen Teil der Brut zu einer neuen unbeimpften Burt geben und so vermehren so könnte man Theoretisch aus 1L 10L Brut machen
aus den 10L 100l usw. (entspricht Klonen) (Im Hobby Bereich reichen glaub ich 2 neue Bruten (1xBackup) es sei denn man hat was
bestimmtes vor)

- Brut zu Petri
Ist zwar nicht unbedingt konventionell sollte aber aus meiner Sicht auch ohne Probleme gehen. Also ein - zwei - drei durchwachsene
Körner auf die Petri. (an einer Stelle nicht verteilen) (entspricht Klonen)

Ich Persönlich würde alle Wege gehen um die neue Kultur nicht zu verlieren also ein paar Körner für zwei bis drei Petris einen kleinen Teil um damit 2 weitere Bruten zu impfen und den Rest für ein zwei Kulturen zum fruchten verwenden.

Das da alles schief geht ist dann sehr unwahrscheinlich wenn man sauber arbeitet.

Falls ich irgend einen Stuss verzapft hab bitte ich die Profis mich zu berichtigen ! :cheer:

lg
Patrick

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7 Jahre 1 Woche her - 7 Jahre 1 Woche her #4378 von Sporulator
Hallo zusammen

Hier gibt's einige Informationen zum dunkelrandigen Düngerling:

www.pilz-kultur.at/Forum/index.php/forum...0-ratet-mal?start=18

Der Pilz wächst nicht sehr gut auf Roggenkörnern. Auf Gerstenkörnern wächst er wesentlich besser.
Diese haben jedoch den Nachteil, dass sie nach dem Sterilisieren sehr leicht zusammenkleben.

Ich persönlich bevorzuge es, direkt Myzel aus der Petrischale auf sterilisierten, kompostierten Pferdemist zu übertragen,
ohne den Umweg über Körnerbrut. Die ideale Temperatur für das Durchwachsen des Substrats liegt bei diesem Pilz bei 30º C.
Fruchten tut er am Besten bei Zimmertemperatur (20º C), er fruchtet aber auch problemlos bei 15º C.

Gruss
Gerhard

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7 Jahre 1 Woche her #4385 von Frank-20011
Hallo,

naja, die -möglichst zahlreichen- Wege die Art zu retten hatte ich ja schon erwogen, evtl. wäre da auch mal wieder H2O2 od. Antibiotika Agar das richtige.

Es scheint wirklich Gerste zu sein, so rund wie sie sind...hattest du Gerhard, damals den M ist FRISCH sterilisiert? Nee oder...und wenn, der sollte doch wenigstens etwas abgetrocknet sein, nicht so naß wie er oft, bes. nach Regen, auf dem Weg liegt?

Ich hab noch Pferdem.-pellets da...ließe sich damit etwas anfangen, so Pellet/Stroh/Vermi mäßig?

Ich finde das mit dem Zusammenkleben garnicht sooo schlimm, stimmt, sie platzen leichter auf aber so lange zwischen den Körner noch Luft ist...ich finde eh, aufschütteln lassen sich die Arten die ich bisher so kultiviert habe eh nicht, jetzt der Wollige sieht so aus...hab die Gläser heute aber so wie sie sind auf den Schrank gestellt, also aus der Brutbox raus!

Grüße!

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7 Jahre 1 Woche her #4389 von Sporulator
Hallo

Also der Pferdemist muss kompostiert sein. Er darf nicht mehr schlecht riechen, z.B. nach Ammoniak oder faulen Eiern.

Am besten füllt man frischen Pferdemist in einen grossen, schwarzen Müllbeutel und lässt ihn 3-4 Wochen
bei Zimmertemperatur ruhen. In dieser Zeit wird der Pferdemist durch Bakterien kompostiert und die üblen Gerüche verschwinden.
Danach muss man noch kontrollieren, ob der Mist die richtige Feuchtigkeit hat und falls nötig trocknen oder befeuchten.

Ob Pferdemist-Pellets funktionieren weiss ich nicht. Die gibt's bei uns nicht zu kaufen.
Hier gibt's nur Rindermist-Pellets. Wenn du Stroh zum Pferdemist hinzufügst, steigt die Gefahr, dass das Substrat kontaminiert.
Ausser es handelt sich um kompostierten Stroh.

Gruss
Gerhard

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7 Jahre 1 Woche her #4393 von Frank-20011
Hallo,

hab die Pferdemistp. hier aus dem Shop, hatte auch mal Versuche mit Kuhdungp. gemacht aber der NH3 Gestank war wirkl. überdeutlich.
Hab das auch nur gemacht, weil ich es exakt so im Netz gelesen habe.
Das Mycelwachstum war komischerweise gut/normal...eine Fruchtung blieb aber vollständig aus!

Den Tipp mit dem -im Beutel kompostieren- hat mir Walter auch gegeben, ich denke, wenn man die P. mit Heißem Wasser und Strohhäcksel aufgießt, evtl. auch Strohp. statt Srohhäcksel verwendet, es dann anschl. kompostiert, sollte das für solche Pilze, also Düngerlinge funktionieren...wobei der P. merdaria wuchs ja auch direkt auf Köteln...gut: sie sahen schon etwas Wind und Wetter gebleicht aus!

Ist ein gut gelagerter Pferdemistkompost auch für manche Pilze als Deckerde geeignet?

Grüße!

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7 Jahre 1 Woche her #4397 von Sporulator
Pferdemist-Kompost hat einen zu hohen Nährstoffgehalt, um als Deckerde verwendet zu werden.

Gruss
Gerhard

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6 Jahre 11 Monate her #4635 von Frank-20011
Hallo,

der Beutel steh immer noch auf dem Schrank, bei Zimmertemperatur, jetzt sind "schon" fast alle Körner wieder vom Mycel durchwachsen, reinweiß.
Den Beutel hab ich nie geöffnet, aus beschr. Ängsten bzw. auch Rat- und Entscheidungslosigkeit.

Über Weihnachten werde ich def. meinen Filter in betrieb nehmen, dann Agar ansetzen aber mich wundert, dass der ja offensichtl. gesunde Mycelblock in den nunmehr drei Monaten einfach keine Fruchtkörper gebilödet hat....wäre denn ein vermengen mit Strohhäcksels sinnvoll?
Ja oder, ich meine um mit einem Teil des Blockes eine Option zu haben?!

Grüße!

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6 Jahre 11 Monate her #4637 von Sporulator
Hallo

Der dunkelrandige Düngerling fruchtet auf Körnern nur dann, wenn du eine Deckerde aufbringst.

Es bringt nichts, diesen Pilz auf Körnern zum Fruchten zu bringen. Er bildet zwar sehr viele Primordien, aber die
Fruchtkörper sind so klein, dass man davon nicht mal einen richtigen Sporenabdruck anfertigen kann.

Auf Strohhäcksel fruchtet er zwar gut, aber der Stoh kontaminiert sehr leicht und es bildet sich grüner Schimmel (Trichoderma).

Was du brauchst, ist kompostierter Pferdemist, da schimmelt nix mehr und auf diesem Substrat fruchtet der Pilz auch ohne Deckerde.
Wenn deine Körnerbrut sauber ist, brauchst du den kompostierten Pferdemist auch nicht zu sterilisieren.



Bin übrigens auch gerade wieder mal dabei, den dunkelrandigen Düngerling zu kultivieren.
Ich werde morgen Myzel direkt von der Petri auf sterilisierten, kompostierten Pferdemist übertragen.
Da du zur Zeit auch mit diesem Pilz arbeitest, werde ich alles mit Fotos dokumentieren.

Gruss
Gerhard

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6 Jahre 11 Monate her #4640 von Frank-20011
Hallo und danke für die Info,

was heißt "arbeiten" er steht halt so rum...momentan gehen die Temperaturen ja und im Herbst bei meinen Weidenausflügen hab ich im Wald an einem Pferdehof einen Misthaufen entdeckt der scheinbar schon länger liegt, von vorn immer wieder aufgefüllt wird, wollte damals jemanden fragen, war aber niemand da...schreit also nach einer Ausfahrt!

Erstaunlich, dass man den Mistkompost direkt mit Agar impfen kann, muss mich wirklich von diesem Getreideding lösen.

Ich nehme mal an, dass normaler Kompost wieder zu wenig N hat-oder?

Grüße!

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6 Jahre 11 Monate her - 6 Jahre 11 Monate her #4642 von Sporulator
Hallo

Den sterilisierten, kompostierten Pferdemist direkt mit Agar zu impfen, ist nur bei kleinen Substratmengen von 1 - 2 Liter sinnvoll.

Bei grösseren Substratmengen von 5 Liter und mehr ist Körnerbrut besser geeignet, weil das Substrat schneller besiedelt wird.

Normaler Kompost hat zu wenig Stickstoff. Der dunkelrandige Düngerling mag es fett und braucht einen hohen Stickstoffgehalt.

Er lässt sich übrigens auch gut auf sterilisierten Grassamen (mit Deckerde) kultivieren, wie auf diesem Foto:

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Gruss
Gerhard

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6 Jahre 7 Monate her #5619 von Frank-20011
Hallo,

ich habe inzwischen den cinctulus (von einer RK von Walter) auf

-Grassamen und
-Petris mit MEA überimpft.

Bei einer verheften Petris habe ich mal das Mycel des Pilzes "abgetastet" und meinte schon Sklerotion als Knoten zu ertasten, sichtbar als dunkle Knollen sind sie noch nicht.

Die Gläser wie Petrsi stehen bei 30°C wobei ich nach den Beschreibungen hier im Forum eigentlich dachte, er würde schneller wachsen als täglich nur wenige mm...ist das i.O. wenn er nur so 5mm max./d wächst?

Wenn er auf Strohhäcksel gut fruchtet, dann sollte das doch mit STERIL beimpften Pellets eigentlich gut gehen?

Der Pilz benötigt ja N, aus Nitraten kann der nichtn stammen? Ließt man die Standortbeschr. mancher Pilze, danan sieht man da, dass sie nur auf gut mit Dung versorgten Wiesen wachsen, nciht jedoch auf Kuinstdünger gedüngten...woran liegt das?

Grüße!

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6 Jahre 7 Monate her - 6 Jahre 7 Monate her #5620 von Sporulator
Weil der Stickstoff im Kunstdünger an anorganische Säuren gebunden ist und die meisten Pilze bevorzugen Stickstoff, welcher
an organische Säuren gebunden ist, weil sie diesen besser verwerten können.

Beim Ammoniumnitrat im Kunstdünger ist der Stickstoff an die anorganische Salpetersäure gebunden.

Bei Ammoniumtartrat ist der Stickstoff an eine organische Säure (Weinsäure) gebunden und für den Pilz besser zu verwerten.

Gruss
Gerhard

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6 Jahre 6 Monate her #5636 von Frank-20011
Hallo,

o.k., klingt ja logisch, ich habe da noch so eine Beschreibung in Erinnerung: "Pilz wächst nur auf Dung gedüngten nicht auf mineralisch gedüngten Wiesen" und das habe ich dann so ausgelegt, als würde der Mineraldünger es dem Pilz unmöglich machen zu wachsen,ihn gleichsam vergiften, aber so herum sind ja nur keine -verwertbaren- Nährstoffe da!

Gut, ich hab nun mal den cinctulus von den durchwachsenen Petris wie beschr. auf 3 Gläser mit Grassamen gebracht, in 2 von denen entstand UNTEN im Glas eine weiße! Schimmelinsel die sich nur gaaanz langsam fortbewegte...ich habe also die Grassamen zu kurz sterilisiert...gestern habe ich dann ein verdorbenes Glas verworfen und das von dem anderen, ganz vorsichtig den etwa 3 walnußgroßen Bereich gesundes Cinctul.-Mycel entnommen (es hatte keinen Kontakt zu dem Schimmel, der blieb weiterhin von sterilen Grassamen bedeckt) und anschl. in einige wettergebleichte Pferdeäppel (pasteurisiert) verknetet, heute scheint's schon gut anzuwachsen.

Außerdem habe ich weitere 3 Gläser mit Cinctulus-Agar beimpft:

-einmal Strohpellets mit wenigen Pferdemistpellets in heißem Wasser aufgelöst und getränkt (unglaublich: ein Drittel der Mistpellets, sind ja eh schon frei von Stroh hat sich als Sand und feinerer Kies herrausgestellt, sind aber NICHT die von Walter)
-zweimal Strohpellets mit o.g. ausgeblichenen Äpfeln so 1:1 verwurstelt

beide hab ich über 1h in meinem neuen DDKT sterilisiert.

Jo...mal sehen!

Wenn ich's richtig verstanden habe, dann sollte der Pilz eigentlich in der Lage sein, auf den Dung basierenden Substraten zu fruchten während auf der Grassaat eine Deckerdeschicht von Nöten sein sollte?!

Grüße!

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6 Jahre 6 Monate her #5637 von Sporulator
Hallo

Die ausgebleichten Pferdeäpfel musst du aber befeuchten, bevor du sie mit den Strohpellets vermischt.
Der richtige Feuchtigkeitsgehalt des Substrats ist sehr wichtig und nicht ganz einfach hinzukriegen, es braucht da
einiges Fingerspitzengefühl. Das Substrat darf nicht zu feucht und nicht zu trocken sein.
Letztlich ist es eine Sache der Erfahrung bzw. von Versuch und Irrtum...

Ja, wenn der Pan. cinctulus auf Grassamen wächst, braucht er eine Deckerde um zu fruchten.

Am wenigsten Probleme bzw. Kontaminationen gibt es, wenn man ausschliesslich kompostierten Pferdemist verwendet
ohne Zusatz von Stroh und natürlich wenn man konsequent einen HEPA verwendet.

Gruss
Gerhard

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6 Jahre 6 Monate her - 6 Jahre 6 Monate her #5638 von Frank-20011
Hallo,

nat. habe ich versucht! den Feuchtigkeitsgehalt zu optimieren, also zu erhöhen...das sah dann etwa so aus, dass wenn man den ganzen Krümel in der Mischplastetüte in gefüllter Hand die Faust ballte, gerade so einige Tropfen herausrannen...

Das mit dem unsterilen Pferdeäppel habe ich unsteril in der Küche mit einer Gabel im Glas verwurstelt, dazu H2O aufgesprüht, weitergerühert...k.a. ob das nun gammeln wird, ist nat. viel Brut mit extrem vielen kleinen Impfpunkten, den Grassamen...könnte also Klappen....andere, frischere Äpfel habe ich gesammelt und lagere sie, nach deiner Anleitung, nun in einer umgeschlagegen Plastetüte...

Die drei Stroh/Mistgläser wurden nat. vor dem HEPA beimpft, halt so wie immer wenn man mit Agar arbeitet.

Nochmal zu den Sklerotien: in dem Beitrag in dem Walter die Fotos zum Raten zeigt auf denen der P.c. ringförmig verstreute Sk. auf Agar bildete, machte das ja eindeutig den Eindruck, als würde es Wochen...eher Monate dauern bis die Bildung von Sk. unter den Lagerbedingungen einsetzt....
Auf den Bildern von der Kulturflasche hingegen scheinen die Sklerotien ja im Durchwachsprozess gebildet worden zu sein, es ist ja noch garnicht alles Substrat besiedelt und dennoch sind schon reichliche, auch größere Sk. zu sehen. Auch in meiner verdorbenen, gekauften Getreidebruttüte waren welche sichtbar.

Ich hatte nur beim Verwerfen einer Petri mit einem Schimmelpunkt beim Befühlen des Mycelfleckens den Eindruck, er beinhalte Skleroien aber gesehen hat man keine, auch jetzt nicht auf den anderen Petris, auf der alten Petri mit der mind. 2 Monate alten RK, den Grassamen usw..
Wann beginnt es denn mit der Bildung von diesen Überdauerungsformen?


In einem Heft mit Kulturanleitungen war u.a. menschlicher Urin als N-haltiger Zuschlag vorgeschlagen...das müsste doch auch mit Düngerlingen funktionieren...wenn man mal keinen Mistkompost hat, oder N-armen Kompost aufwerten und verwenden will?


O.K., danke und schönes WE!

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6 Jahre 6 Monate her - 6 Jahre 6 Monate her #5641 von Sporulator
Hallo

Je nährstoffreicher der Agar-Nährboden ist, um so eher bilden sich Sklerotien.
Dasselbe gilt für den Mist. Sklerotien bilden sich im Pferdemist oft nur an Stellen, welche besonders reich an Nährstoffen sind.
Oft bilden sich aber auch gar keine Sklerotien.

Ob sich Sklerotien bilden oder nicht hat aber keinen Einfluss auf die Fruktifikation.
Es können auch viele Pilze fruchten ohne dass ein einziges Sklerotium sichtbar ist.

Ob sich Sklerotien bilden oder nicht ist sehr stark von der Genetik abhängig.

Urin ist sicher geeignet als Stickstoffquelle. Allerdings musst du 3-4 Wochen warten, nachdem du deinen Kompost damit
aufgewertet hast, weil das Ammoniak im Urin nicht gebunden ist und somit das Myzel zerstören bzw. ein Myzelwachstum
verhindern würde. Dass das Ammoniak gebunden wurde merkst du daran, dass der Kompost nicht mehr unangenehm riecht.

Gruss
Gerhard

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6 Jahre 6 Monate her #5643 von Frank-20011
Hallo,

o.k. ...danke!

Aber andersherum: wird der Urin ja erst von Bakterien zu NH3 zersetzt, ist der ganze Spaß also richtig steril, dann könnte man sich das Kompostieren sparen?

Ich habe einmal, empfehlungen aus shroomery folgend, bulksubstrat für cubensis mit 50% Kuhdungpellets aufgeweicht, so wie sie aus der Tüte kommen und durchmischt mit Stroh angesetzt, das Ganze stank wiederlich nach NH3, wurde aber ganz gut besiedelt, nur fruchten wollte er einfach nicht.

Grüße!

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6 Jahre 6 Monate her #5654 von phantom001
Hallo,

Na ja von steril würde ich da nicht ausgehen da er ja nie 100% zu NH3 zersetzt wird ...

Kompostieren hat zumindest nach meinen Verständnis nichts damit zu tun den Stickstoffgehalt zu erhöhen.

Um den Stickstoffgehalt zu erhöhen mischt man zb. die Pferdeäpfel dazu.

Beim Kompostieren geht es dann darum die restlichen Nährstoffe für die Folgezersetzer aufzuschließen (Eiweiße etc.) da diese erst beim Kompostierungs bzw. Zersetzungsvorgang so gelöst werden das sie der Folgezersetzer auch verwerten kann.

Sprich Urin für die Stickstoffquelle anstatt zb. Pferdeäpfel zu verwenden ist sicher möglich das Kompostieren ersetzt es aber meiner Meinung nach nicht.

lg
Patrick

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6 Jahre 6 Monate her #5657 von Frank-20011
Hallo,

das Problem mit unkompostierten, Stickstoff bzw. Aminos. haltigen Materialien ist doch, dachte ich, dass sie, von bakterien befallen und zersetzt, u.a. eben NH3 freisetzen...das hemmt, verhindert das Mycelwachstum?!
Von der Verfügbarkeit der Nährstoffe aus unkompostierten Materialen mal abgesehen!

Meine Gedanke war also, dass, wenn das ganze vor/nach/beim Beimpfen steril gehalten wird, dass kein NH3 entsteht, also zumindest DIESES Problem wegfällt?!

Das:
"Na ja von steril würde ich da nicht ausgehen da er ja nie 100% zu NH3 zersetzt wird"

versteh ich nicht.

Ansonsten ist heute das Gläserl mit dem unsteril vermischten, ausgelaugten Pferdemist, beimpft mit den Grassamen, durchwachsen...also stelle ich es dann mal oben auf den Küchenschrank, lüfte täglich, Deckerde gibt's ja wie bespr. keine nur noch die Frage ob ein Befeuchten mittels Sprüher hier eher hinderlich ist od paralell zum Lüften praktiziert werden soll?

Danke und Grüße!

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6 Jahre 6 Monate her #5675 von Frank-20011
Hallo,

das alte Glas, das einzige von dreien mit beimpften Grassamen welches keine Schimmelnester tief unten drin hatte, hat nun doch noch Sklerotien entwickelt, dort wo das voranwachsende Mycel auf dichtere und vorallem nassere Grassamen stößt, also unten im Glas-logo.

Hab sowas noch nie gesehen...ist schon mal ein interessanter Anblick, weiß/blaue Knollen, scheinbar! nur direkt am Glas.

Ansonsten wird das Glas noch eine Woche brauchen, dann wird es also insgesamt so 4-5 Wochen benötigt haben, bei topping und um die 30°C.

Mal eine andere Frage: im zweiten Schwung habe ich ja Strohhäcksel mit dem ausgelaugten Pferdeäppeln vermischt mit Agar beimpft.

Die Gläser stehen noch, alle beide aber das Mycel kommt wirklich nur in Zeitlupe vorran.
In 7 Tagen so um die 7mm, dabei schien! das Substrat nicht zu nass, es war wirklich schwer mal ein, zwei Tropfen aus einer handvoll auszupressen.
Ansonsten ist der Pferdemist schon so ausgelaugt, das der Teil den ich nicht beimpft sondern wie angeraten in Plastebeuteln eingelagert habe, nicht stinkt...öffne ich den Beutel, dann riecht der Äppel eher wie Blumenerde, sicher aber nicht nach Ammoniak!
Es sollte also eigentlich als Substrat geieignet sein, von der Feuchte wie vom Zersetzungsgrad oder?
Worin könnte die langsame Besiedlung begründet sein?

Der andere Versuch, selbiger Pferdemist mit bewachsenem Grassamen durchmiswcht beimpft, ist schon seit Tagen durchwachsen, wird täglich belüftet und der zur Abdeckung dienende Beutel gelegentlich von innen besprüht, er steht oben auf dem Küchenschrank.
Ist das zu Fruchtung o.k. so?

Morgen will ich dann noch Vermi/Kleie...Strohpellets....Kompost/Kleie...Roggen beimpfen, natürlich in getrennten Gläsern!

Grüße!

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6 Jahre 6 Monate her #5679 von pilz-kultur

Ansonsten ist der Pferdemist schon so ausgelaugt, das der Teil den ich nicht beimpft sondern wie angeraten in Plastebeuteln eingelagert habe, nicht stinkt...öffne ich den Beutel, dann riecht der Äppel eher wie Blumenerde, sicher aber nicht nach Ammoniak!
Es sollte also eigentlich als Substrat geieignet sein, von der Feuchte wie vom Zersetzungsgrad oder?


Ferndiagnosen sind wie immer schwer ;) , ob der Zersetzungsgrad passt kannst Du am ehesten am Stroh ablesen , es sollte mürbe sein , sich also leicht zerreissen lassen !

Temperatur für die Fruchtung würde ich mal mit 18-23°C angeben !

Gruß
Walter

We must be mushrooms , for they keep us in the dark and feed us dung :-) !

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6 Jahre 6 Monate her #5688 von Frank-20011
Hallo,

aha: dann ist der Versuch mit den beimpften aber frischen Strohpellets wohl Unsinn.

In den Pferdeäppeln ist das Stroh, das Heu schon so klein, fein zermürbt, da kann man garnicht mehr auf Konsistenz zurückschließen...

Am We hab ich wie geschrieben ein par Gläser beimpft...dort teilweise in das vorher angefeuchtete Substrat ein Loch, so tief wie möglich gebohrt damit ich nach dem Steril. den Agar in eben dieses Loch schmeißen kann...es durch vorsichtiges Klopfen an das Glas zuschütte und so Zeit beim Durchwachsen spare.

Mein besiedeltes Glas mit dem verrotteten Pferdemist steht nun schon so 10 Tage auf dem Küchenschrank...wird tägflich gelüftet und bei Bedarf befeuchtet, wie lange kann das mit dem Fruchten denn dauern, sollte ich den gut 1cm dicken Mycelflaum mal ankraktzen oder evtl. doch noch Vermi als Deckschicht aufbringen?
Übrigens bekommt das Mycel in diesem Glas langsam einen blauen Schimmer.

Grüße!

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6 Jahre 6 Monate her #5692 von pilz-kultur
Hallo ,


also ich würde ganz schwer den Einsatz einer Deckschicht empfehlen , ob jetzt Erde o. Vermiculit bleibt eine Glaubenssache :whistle: , Erde solltest Du aber vorher kurz in der Mikro erhitzen ( Muss unbedingt feucht sein sonst raucht`s !) o. dämpfen damit zumindest tierische Schädlinge wie "Milben" abgetötet werden !

Ein Absenken der Temp. ist auch hilfreich um die Fruchtung zu initialisieren !

Gruß
Walter

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6 Jahre 6 Monate her #5694 von Frank-20011
Hallo,

gut...inzwischen sieht's auch eindeutig(er) danach aus, das erst wattig >1cm über das Substrat stehende Mycel ist etwas zusammengefallen und glänzt leicht...von vornherein hab ich keine Deckschicht verwendet weil er ja auf seinem Heimatsubstrat, dem Pferdemist, auch ohne kann.

Mit der Glaubenssache istd as so 'ne Sache, wenigstens kann mir das Vermi nciht vergammeln!

Grüße!

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