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Viel Freude mit dem neuen pilz-kultur Forum!

Wiedereinbrütung im Außenbeet

6 Jahre 9 Monate her - 6 Jahre 9 Monate her #3234 von stinkmorchel
Wiedereinbrütung im Außenbeet wurde erstellt von stinkmorchel
Hey Leute,

Unsere Bio-Crew war fleißig gestern...



Wir möchten hier in ein paar Wochen einen Teil der Eimer direkt nach dem ersten Flush
auf Outdoorbeeten erneut anfüttern/wiedereinbrüten,
auf nur fermentiertem Stroh oder auch Kompost und mit Casing.

Angedacht ist ein 1m² Hochbeet aus Pfosten und Latten, 40 cm hoch mit Plane drinnen.
Haben uns auch schon eingelesen zum Thema,
aber eine Frage finden wir nirgends beantwortet:

Macht es Sinn, beim Anlegen dieser Beetkultur außer den einmal gefruchteten Substrateimern
auch noch frische Körnerbrut jüngerer Generation beizumischen?
Vertragen sich die unterschiedlich „programmierten“ Mycele?
Kommt es zu Abstoßungen/Schädigungen oder anderen negativen Auswirkungen?
Oder wird idealerweise das auf Fruchtung getrimmte Eimermycel durch das jüngere Material angeregt,
wieder neu zu wachsen, um sich erneut anzufressen?
Es geht um eine Winterauster aus dem Januar, unseren ersten Wildklon.

Bitte auch Meinungen und Erfahrungen aus Mittel- und Ostdeutschland und den Schweizer Bergen!
Irgendwelche Tips zum allgemeinen Thema Außenbeet werden auch gerne genommen!

Gruß Ulli

PS: In dem blöden Baumarkt kauf ich echt nur die Eimer!

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6 Jahre 9 Monate her - 6 Jahre 9 Monate her #3235 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Aw: Wiedereinbrütung im Außenbeet
Ich habe nur ein Mal (und nie wieder) Körnerbrut einem Outdoorbeet beigemischt.

Problem A: Es kamen jede Menge Mäuse und Eichhörnchen zu Besuch und haben das Substrat durchwühlt und die Brutkörner gefressen.

Problem B: Viele Körner wurden von Trichoderma befallen.

Viel besser als Körnebrut eignet sich mit Myzel durchwachsene Wellpappe.

Und ob sich unterschiedlich "programmierte" Myzele vertragen spielt nach meinen Erfahrungen keine Rolle.
Es wird sich einfach jenes Myzel durchsetzen mit der besten Genetik.

Gruss
Gerhard

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6 Jahre 9 Monate her #3237 von stinkmorchel
stinkmorchel antwortete auf Aw: Wiedereinbrütung im Außenbeet
Danke Gerhard,

ja wegen der Mäuse hatte ich auch etwas Bedenken.....
das die Körner natürlich anfälliger sind für Kontis, hatte ich aber nicht auf dem Schirm....

Aber deinen Satz: "Es wird sich einfach jenes Myzel durchsetzen mit der besten Genetik."
verstehe ich nicht so ganz. Es ist doch die gleiche Genetik, daß Mycel befindet sich bloß in verschiedenen Phasen.
Oder "verdrängt" das jüngere Mycel das alte?

Danke schonmal! B)

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6 Jahre 9 Monate her - 6 Jahre 9 Monate her #3238 von Hasenbovist
Hasenbovist antwortete auf Aw: Wiedereinbrütung im Außenbeet
Hallo Uli!

Schönes Projekt!

Leider hab ich mit Outdoor-Seitlingsbeeten nur begrenzte Erfahrung. Was ich sicher weiß, ist dass Aupi-kolonisiertes Strohsubstrat keinen Regen verträgt.
Solange das Sommer-Wetter gemäßigt war fruchteten die ausgelaugten Blöcke, die ich vergreben hatte ohne probleme! Ein Blätterdach oder sonstiger Schutz wäre sicher sinnvoll.

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Körnerbrut würde ich in Outdoorbeeten ganz weglassen! Wegen Nager ect!

Dass sich Mycelien des gleichen Ausgangsstammes und unterschiedlicher Vitalität nicht "vertragen" hab ich bisher nie erlebt.

mfg

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6 Jahre 9 Monate her #3239 von Sporulator
Sporulator antwortete auf Aw: Wiedereinbrütung im Außenbeet

stinkmorchel schrieb: Danke Gerhard,

Aber deinen Satz: "Es wird sich einfach jenes Myzel durchsetzen mit der besten Genetik."
verstehe ich nicht so ganz. Es ist doch die gleiche Genetik, daß Mycel befindet sich bloß in verschiedenen Phasen.
Oder "verdrängt" das jüngere Mycel das alte?


Da hat's wohl ein Missverständnis gegeben. :)
Wenn es sich um die gleiche Genetik handelt, werden sich die Myzele sicher nicht schädigen oder abstossen;
auch dann nicht, wenn sie sich in verschiedenen Wachstumsphasen befinden. Ob das jüngere Myzel das ältere
irgendwie anregen oder reaktivieren kann, weiss ich nicht.

Gerhard

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6 Jahre 9 Monate her #3240 von stinkmorchel
stinkmorchel antwortete auf Aw: Wiedereinbrütung im Außenbeet
Hey Christian,

daß das Beet bei Dauer/Starkregen mit einer Plane geschützt werden soll,
hatte ich vergessen zu sagen, aber Dankeschön!

Schöne Traube auf deinem Bild! Mit was teilten sich denn Deine Austern ihr Beet? Das ist doch nicht bloß Unkraut?

Gruß Ulli

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6 Jahre 9 Monate her #3242 von Hasenbovist
Hasenbovist antwortete auf Aw: Wiedereinbrütung im Außenbeet

stinkmorchel schrieb: Hey Christian,

Mit was teilten sich denn Deine Austern ihr Beet? Das ist doch nicht bloß Unkraut?

Gruß Ulli


Kurz gesagt: Doch :D

Dazu muss gesagt werden: das Bild stammt von 2012.

Ein ~6 m2 Schneckenzaun-Beet mit Braunkappen/ Austern.

Nach einer Rodung wurde schließlich Ruccola angebaut, was recht gut funktionierte! :)

Gruß

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6 Jahre 9 Monate her #3243 von stinkmorchel
stinkmorchel antwortete auf Aw: Wiedereinbrütung im Außenbeet
Gerhard, ja genau , ich hatte mich vielleicht nicht klar ausgedrückt.
Derselbe Austernstamm soll verwendet werden, neben den nur leicht ausgezehrten Eimerkulturen auch noch ein gewisser Anteil juvenilen Impfgutes.

Stamets lobt als Substrat für Kräuterseitlinge ausgezehrte wiedersterilisierte Shii-Blöcke.
In der Natur gibts ja auch die Folgezersetzer, die einen anderen Pilz ablösen im Zerfallsprozeß.
In einem unsterilen Außenbeet wollten wir aber nicht unkontrolliert verschiedene strains gegeneinander antreten lassen,
dafür haben wir hier auf meinem Waldgrundstück die Pestgrube,
sowas kennst Du ja sicher auch.....

Danke trotzdem
und schönen Gruß
Ulli

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6 Jahre 9 Monate her - 6 Jahre 9 Monate her #3246 von Hasenbovist
Hasenbovist antwortete auf Aw: Wiedereinbrütung im Außenbeet
Ulli! Ich denke vor allem, dass die zusätzliche Verwendung von Getreidebrut in diesem Fall wenig Sinnhaft ist.

Auch wenn es in den uns allen bekannten Büchern nicht klar wird:

Der Vitalitätsverlust ist in dem Fall sicher nicht Ausdruck von Seneszenz, sondern liegt darin begründet, dass Nährstoffe verbraucht sind und Abfallstoffe akkumuklieren.
Genau diese 2 Begrifffe werden in GGMM und TMC niemals so klar unterschieden.

Ist noch genügend Kraft vorhanden, um neues Substrat zu besiedeln kann der Austernpilz wieder aufgepeppelt werden! Trifft das nicht zu, dann werden Konkurrenten sich zuerst auf dem absterbenden Mycel breitmachen auch die frische Brut beseitigen.

Anders kann ich mir nicht erklären, warum ich des öfteren Jahre alte Brut aus dem Kühlschrank nehme und ohne Probleme kontifrei 30 Gläser beimpfe. Gleichzeitig beginnt das alte Donor-glas nach wenigen Tagen zu schimmeln!


Gruß Christian

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6 Jahre 9 Monate her #3250 von stinkmorchel
stinkmorchel antwortete auf Aw: Wiedereinbrütung im Außenbeet
Sehr präzise Info, Christian! Durch das Beispiel mit dem alten Spenderglas hat was geklingelt bei mir.

Uralt, aber nicht wirklich seneszent, durch Sterilität geschützt, durch Kälte und Dunkelheit am Fruchten gehindert und trotzdem auf der Lauer nach neuer Nahrung.
Beim Kontakt mit frischem Futter dann eine Revitalisierung und innerhalb kurzer Zeit dann wieder stark genug, um auch miteifernde Konkurrenz in Schach zu halten.
Das gleiche Material ohne neue Nahrungsquelle in unsterile Bedingungen verbracht aber hilflos und anfällig.

Werde also höchstens, wenn überhaupt - quasi als Unterstützung - mit etwas frischer Brut ohne Getreide, also Strohbrut oder den von Gerhard erwähnten Wellpappstreifen nachhelfen.
Die hier verwendeten Eimer werden idealerweise höchstens 3-4 Wochen alt und nach nur einem Flush bestimmt noch vital genug sein....

Nochmals Dank für die große Hilfe!
Gruß Ulli

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