Stockschwämmchen - Kuehneromyces mutabilis

stock
 

Gebräuchliche Namen : Stockschwämmchen , Buchenpilz , Stockpilz/Schwamm , Stockschüppling , Stubbling

Vorkommen : In gemäßigten Breiten , weit verbreiteter Bewohner in Laub u. Nadelwälder auf Totholz – Baumstümpfen , Frühjahr bis Herbst .


Aussehen : Mittelgroße Pilze meist büschelig wachsend , Hut 3-7cm , braun – dunkelbraun –zimtbraun , junge Exemplare auch mit Orangetönen , Hutmitte gebuckelt mit ringförmiger heller hygrophaner Zone , Hutränder dunkel . Sporen : Ockerbraun .
Stiel an der Basis braun , dunkelbraun , zur Stielspitze hin fast weißlich , häutiger Ring , unterhalb der Ringzone schuppig-flockig.

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Achtung !!! Das Stockschwämmchen besitzt einen stark giftigen Doppelgänger , den Gift o. Nadelholzhäubling (Galerina marginata) , beide Pilze können auf dem selben Substrat in unmittelbarer Nachtbarschaft/Durchmischt vorkommen !  Eine genaue Kenntnis der Unterscheidungsmerkmale und Kontrolle jedes einzelnen Fruchtkörpers sind daher beim Sammeln unabdingbar !

Kultivierung : Für viele Pilzfreunde u. Kenner zählt das Stockschwämmchen zu den besten Speisepilzen , feinwürzig-aromatisch , ja manche ziehen es sogar der exquisiten Morchel vor…
Es mag daher ein wenig verwundern , dass das Stockschwämmchen bis dato keinen Einzug in die  kommerzielle Speisepilzzucht gefunden hat , ein Anbau auf sterilisierten Sägemehlsubstraten/Blöcken ist aber durchaus praktikabel ,  die größten Schwierigkeiten liegen hierbei , die Fruchtkörperbildung gezielt einzuleiten und an den bislang geringen Erträgen .
Intensive Forschung in Bezug auf Substratzusammensetzung  , Kultivierungsbedingungen u. Selektionierung ertragsstarker Kulturstämme wären hier notwendig , um eine rentable Zucht zu gewährleisten.


So bleibt das Stockschwämmchen bislang nur dem Hobbyzüchter vorbehalten , die Kultivierung erfolgt auf Holzstämmen , vorzugsweise Buche . Im Gegensatz zu anderen Holzbewohnern wie z:B .dem Austernpilz , werden aber die durchwachsenen Stammstücke „waagrecht“ , etwa zur Hälfte im Erdreich vergraben , dies kann die Erntemenge deutlich erhöhen , über das in die Erde einwachsende Myzel können zusätzliche Nährstoffe aufgenommen werden , auch die notwendige Holzfeuchte ist so gewährleistet.